Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) hat sich gegen die Verabschiedung eines Anti-Doping-Gesetzes ausgesprochen.

"Das ist nicht erstrebenswert, da dann keine endgültigen Ergebnisse mehr präsentiert werden können", sagte DGSP-Präsident Dr. Klaus-Michael Braumann am Rande des 44. Sportärztekongresses in Frankfurt/Main: "Die aktuelle Gesetzeslage ist ausreichend, muss jedoch modifiziert werden."

Die Veröffentlichung der umstrittenen Doping-Studie, die am Montag Thema der Sondersitzung des Sportaussschusses im Deutschen Bundestag war, habe die "schmerzhafte Erkenntnis gebracht, dass Doping in unserer Gesellschaft nicht vollkommen zu eliminieren ist", sagte Braumann und forderte die "justiziare Aufklärung" der in der Studie verfassten Vorwürfe.

Die DGSP sehe sich "als Speerspitzenorganisation" gegen Doping. "Wir müssen sehr viel mehr in die Aufklärung investieren", meinte der Leiter des Sportinstituts der Universität Hamburg.

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