Ob Profifußballer oder Leichtathlet, das Phänomen des plötzlichen Herztodes kann jeden treffen. Warum junge, scheinbar gesunde Menschen unerwartet und ohne erkennbaren Anlass zusammenbrechen will eine neue Forschungsinitiative des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BiSp) jetzt genauer herausfinden.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) wollen die Ärzte nach Ursachen für die seltene, aber tragische Todesursache suchen.

"Jeder Sportler, den es trifft, ist einer zu viel", sagte Bernd Wolfarth, der deutsche Teamarzt bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver, am Donnerstag auf dem Deutschen Sportärztekongress in Frankfurt am Main.

Oft liegt dem tragischen Tod, dem schon einige prominente Sportler zum Opfer gefallen sind, eine unerkannte Herzerkrankung zugrunde. Schlagzeilen machte vor allem der Fall von Kameruns Fußball-Nationalspielers Marc-Vivien Foé, der 2003 während eines Spiels beim Confed Cup auf dem Platz verstarb.

Am Ende des Projektzeitraums, der im Dezember 2014 liegt, wollen die Wissenschaftler Handlungsempfehlungen zum Umgang mit EKG-Veränderungen bei Sportlern ableiten.

DGSP-Präsident Klaus-Michael Braumann sprach sich in der Diskussion gegen ein Anti-Doping-Gesetz aus. "Das ist nicht erstrebenswert, da dann keine endgültigen Ergebnisse mehr präsentiert werden können. Die aktuelle Gesetzeslage ist ausreichend", meinte er und stützte damit die Argumentation des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB).

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