Als einzige der großen Parteien ist die CDU/CSU gegen eine Verankerung des Sports im Grundgesetz.

Nur die SPD spricht sich vor der Bundestagswahl am Sonntag in ihrem Wahlprogramm ausdrücklich für dessen Verankerung in der Verfassung aus. Nur eine Partei verliert im Wahlprogramm kein einziges Wort zum Sport:

Die gegen den Euro streitende "Alternative für Deutschland". Die Piraten dagegen setzen sich für den kontrollierten Einsatz von Pyrotechnik in Stadien ein, die angesichts von Temperaturen bis zu 2000 Grad aus Sicht vieler Stadion-Besucher eine tödliche Gefahr darstellt.

Doch insgesamt spielt der Sport, der mit 27,6 Millionen organisierten Mitgliedern im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) die größte Bürgerinitiative der Republik ist, eine sehr geringe Rolle in den Wahlprogrammen der Parteien.

Union, FDP und Linke widmen dem Sport gerade mal eine von deutlich mehr als 100 Seiten, die Grünen zwei, die Piraten drei Seiten. Die SPD wartet mit einem eigenen Sportprogramm auf.

Wie die Sozialdemokraten fordert auch die CSU ein Anti-Dopinggesetz, auch die Linke hat sich im Nachhinein dafür ausgesprochen. Dagegen ist vor allem die FDP, die Union hält sich eher bedeckt, auch wenn Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) die Verabschiedung eines solchen Gesetzes nicht mehr ausschließt.

Er hat für den 26. September zu einer Expertenrunde nach Berlin eingeladen.

Einziger Ex-Spitzensportler im neuen Parlament wird höchstwahrscheinlich Eberhard Gienger sein. "Es wäre meine dritte Wiederwahl", sagte der seit 2002 im Bundestag sitzende Reck-Weltmeister von 1974 am Freitag.

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