Traumergebnis für Eberhard Gienger beim vierten Einzug in den Bundestag: Der Reck-Weltmeister von 1974, einziger verbliebener Ex-Sportstar im Parlament, wurde mit 53, 19 Prozent der Stimmen im baden-württembergischen Wahlbezirk Neckar-Zaber wiedergewählt.

Der seit 2002 im Bundestag sitzende CDU-Kandidat verzeichnete damit mehr als das Doppelte der Stimmen seines SPD-Rivalen (26,37) und meinte: "Ich kann das fast nicht glauben."

Eberhard Gienger, 1974 und 1978 Deutschlands "Sportler des Jahres", in seiner Turn-Karriere dreimal Vize-Weltmeister und Olympiadritter 1976, war ab 2006 vier Jahre lang Vizepräsident im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Der heute 62-Jährige ist seit 23 Jahren Geschäftsführer der Eberhard Gienger Pro-Motion GmbH.

Nach dem hohen Sieg ist Eberhard Gienger alles andere als politikmüde. Wie lange er noch im Bundestag sitzen will, lässt er offen.

Nicht ganz ernst gemeint sagte Gienger: "Es dauert noch ein bisschen, bis ich Alterspräsident bin, derzeit ist das Heinz Riesenhuber."

Der frühere Bundesminister für Forschung und Technologie ist 78 Jahre alt und wurde ebenfalls wiedergewählt.

Eberhard Gienger wurde im Mai 2000 bei einem Fallschirmsprung schwer verletzt.

Ein Jahr zuvor hatte er berichtet, dass er 1975 während der Kunstturn-Europameisterschaften in Bern seinem damaligen DDR-Konkurrenten Wolfgang Thüne zur Flucht verhalf.

Er versteckte ihn in seinem PKW und brachte ihn in die Bundesrepublik.

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