Nach dem Zwischenfall mit einem Provokateur haben die Organisatoren des Berlin-Marathons ihr Sicherheitskonzept verteidigt.

Bei der 40. Auflage der größten deutschen Laufveranstaltung war am Sonntag ein Mann kurz vor dem Zieleinlauf über die Absperrung gelangt und direkt vor dem Sieger Wilson Kipsang aus Kenia ins Ziel gelaufen.

"Es ist schade, dass Wilson dieser Moment gestohlen wurde, aber es wird auch weiterhin keinen Hochsicherheitstrakt geben", sagte Jürgen Lock, Geschäftsführer des Veranstalters, am Montag.

Der Störer sei von der Polizei wieder auf freien Fuß gesetzt worden, erklärte Lock. "Es gibt ein laufendes Verfahren gegen ihn."

Vor dem Hintergrund der Bomben-Anschläge beim Boston-Marathon mit drei Toten hatten die Organisatoren ihre Sicherheitsvorkehrungen leicht erhöht.

Der Tiergarten wurde erstmals umzäunt, Zuschauer mussten sich stichprobenartiger Kontrollen unterziehen.

Auch das Tragen fremder Startnummern sollte durch eine persönliche Abholung verhindert werden.

Dennoch gelangte der Störer an die offizielle Startnummer, die für eine Läuferin aus Niedersachsen in der Altersklasse W35 ausgestellt war.

Sieger Kipsang hatte in 2:03:23 den neunten Weltrekord bei einem Berlin-Marathon aufgestellt.

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