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Robert Harting hatte die Idee der Lotteriegründung zu Gunsten des Spitzensports © getty

Die Deutsche Sportlotterie (DSL) zugunsten einer besseren sozialen Absicherung von Spitzensportlern ist genehmigt und wird im September ihren Spielbetrieb aufnehmen. Dies vermeldete die DSL am Donnerstag. Das Glücksspielkollegium hat demnach auf seiner Sitzung am 4. Juni der Lizenzerteilung zugestimmt.

Ein kleines Team um die Ideengeber, Diskus-Olympiasieger Robert Harting und den Krefelder Unternehmer Gerald Wagener, hatte das Projekt in den vergangenen eineinhalb Jahren entwickelt. Es wurde vom zuständigen Finanzministerium Rheinland-Pfalz geprüft.

Harting jubelte beim Kurznachrichtendienst Twitter: "An alle deutschen Athleten: Wir haben es geschafft!" DSL-Geschäftsführer Gerald Wagener sagte: "Danke an unser Team. Diese Leistung war nur als Teamwork möglich. Vor allem Robert hat sich neben seinem aufwändigen Training und Studium ungemein ins Zeug gelegt, um langfristig dem Spitzensport in Deutschland zu einer besseren Förderung zu verhelfen."

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Gründungsgesellschafterin der DSL ist auch Lotto Hessen, das bei der DSL verantwortlich für die Durchführung und den Vertrieb sein wird.

"Mit der Zulassung hat die Deutsche Sportlotterie eine entscheidende Hürde genommen", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann am Donnerstag:

"Nun gilt es, sicherzustellen, dass mit den Erträgen der Spitzensport in all seinen Facetten - von der Athletenförderung über den Anti-Doping-Kampf bis hin zur Trainer- und Strukturförderung - gezielt und ganzheitlich unterstützt wird. Darüber sind wir in konstruktiven Gesprächen mit der DSL und deren Gesellschafterin Deutsche Sporthilfe."

Mit den Erträgen aus der Sportlotterie soll - in Zusammenarbeit mit dem Sportlotterie-Gesellschafter Deutsche Sporthilfe - die bestehende direkte Sportlerförderung ergänzt werden. So soll das Grundgehalt der deutschen Athleten von derzeit 300 auf 1000 Euro erhöht werden.

Ein Los für die wöchentliche Ziehung kostet 2,50 Euro. Von jedem Euro, der reinkommt, sollen mindestens 30 Cent an die Sportler gehen. Als Vorbild dient der DSL Großbritannien.

Deutsche Spitzensportler sollen damit in der Vorbereitung auf Olympische und Paralympische Spiele bessere Bedingungen im internationalen Vergleich bekommen und zusätzlich versichert werden. Außerdem sollen die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) unterstützt und Sportvereine am Lotterieumsatz beteiligt werden.

Widerstand gegen die Sportlotterie hatte es zunächst seitens der im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) organisierten Landessportbünde gegeben. Sie befürchteten, dass durch die DSL die bisherigen Einnahmen aus Lotto und Glücksspirale nachhaltig gefährdet seien. Beide Parteien näherten sich dann aber doch an.

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