In die anhaltende Debatte um die Finanzierung der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) kommt offenbar Bewegung. Die Bundesländer wollen sich in Zukunft stärker beteiligen.

"Wir müssen diesen Streit endlich beilegen. Die Mitfinanzierung der Länder soll angegangen und gelöst werden", kündigte Peter Beuth, Vorsitzender der Sportministerkonferenz (SMK), in Berlin an.

Für 2014 hat die NADA einen Etat von 7,7 Millionen Euro zur Verfügung, für 2015 sollen es zehn Millionen Euro sein. Nach wie vor sei aber eine langfristige finanzielle Absicherung nicht gegeben, betonte die NADA-Vorsitzende Andrea Gotzmann zuletzt.

Die Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben, die Finanzen der NADA "nachhaltig" zu sichern. Bisher wurde der Etat von der Politik teilweise erst im letzten Moment durch Umschichtungen im Haushalt sichergestellt.

Bei der Gründung der NADA war eigentlich angedacht gewesen, den jeweiligen Jahresetat aus dem geplanten Stiftungsvermögen von 50 Millionen Euro zu finanzieren.

Bund, Länder, Wirtschaft und Sport haben in das Stiftungsvermögen allerdings nicht einmal die Hälfte eingezahlt. Daher steht das sogenannte "Stakeholder-Modell" auf dem Prüfstand.

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