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Bruno Senna fährt mit ähnlichem Farbdesign auf dem Helm wie sein Onkel Ayrton © getty

Fast exakt 15 Jahre nach dem Tod seines Onkels Ayrton Senna übersteht Bruno Senna einen schweren Unfall wie durch ein Wunder unverletzt.

Spa - Ein Schutzengel hat Bruno Senna gerettet.

Fast auf den Tag genau 15 Jahre nach dem tödlichen Unfall seines berühmten Onkels Ayrton Senna (100323DIASHOW: Der Mythos Senna lebt weiter) beim Formel-1-Rennen in Imola überlebte der Brasilianer einen heftigen Abflug beim 1000-Kilometer-Rennen in Spa/Belgien wie durch ein Wunder fast unverletzt.

Bruno Senna hatte bei etwa Tempo 280 in der ultraschnellen Blanchimont-Kurve offenbar auf einer Ölspur die Kontrolle über seinen Oreca-Courage verloren und war mit dem offenen Sportwagen heftig in die Streckenbegrenzung gekracht.

"Bin noch in einem Stück"

"Es geht mir soweit ganz gut, ich bin noch in einem Stück", sagte der 25-Jährige und gab schnell Entwarnung, nachdem er aus dem völlig zerstörten Wrack geklettert war.

Nicht nur bei seiner Mutter Viviane, der Schwester des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters Ayrton Senna, war die Erleichterung groß, dass ihm lediglich der Rücken und das linke Bein ein bisschen wehtaten.

Um auf Nummer sicher zu gehen, wollte sich Bruno Senna noch einer MRT-Untersuchung der Wirbelsäule unterziehen, "um zu sehen, ob da was gestaucht ist ".

Fromel-1-Träume verschoben

Senna hatte nach der Vize-Meisterschaft in der GP2-Serie für dieses Jahr auf den Sprung zu Brawn in die Formel 1 gehofft.

Dort hatte Teamchef Ross Brawn aber nach der Last-Minute-Rettung des Teams kurzfristig auf die Erfahrung von Sennas Landsmann Rubens Barrichello gesetzt.

Danach stand ein Wechsel zu Mercedes in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft zur Diskussion (Bruno Senna schnuppert DTM-Luft). Senna entschied sich aber dagegen, weil er sich ganz auf sich möglicherweise noch bietende Formel-1-Chancen konzentrieren will (Senna doch nicht in die DTM).

Er unterschrieb deshalb für dieses Jahr lediglich einen Vertrag beim Oreca-Team für die beiden LMS-Rennen in Barcelona und Spa und den Saisonhöhepunkt bei den 24 Stunden von Le Mans.

Tests für LeMans abgesagt

Für den Klassiker wollte Oreca eigentlich im Laufe der Woche in Magny-Cours noch einen Test absolvieren, der jetzt aber verschoben wird.

"Das Auto wäre wohl noch weniger fit als ich ", meinte Senna, der zum Zeitpunkt des Unfalls schnell unterwegs war, um zuvor durch einen Reifenschaden und einen weiteren unplanmäßigen Boxenstopp verlorene Zeit wieder aufzuholen.

"Ich habe extrem gepusht, um wieder Boden gutzumachen", meinte Senna und beschrieb den Abflug: "Plötzlich hatte ich Übersteuern, das Heck ist weggegangen, dann war es passiert. Aber Blanchimont kann man einfach nicht vorsichtig fahren."

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