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Marcel Tiemann gewann 1996 den Formel-3-Lauf von Monaco © getty

Porsche setzt sich bei den 24 Stunden am Nürburgring durch. Für Audi endet das Rennen durch die Grüne Hölle mit einer Enttäuschung.

Nürburgring - Freude bei Porsche, Frust bei Audi:

In einem jederzeit spannenden Schlagabtausch hat sich die Sportwagenschmiede aus Weissach im prestigeträchtigen Zweikampf gegen die Ingolstädter beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring knapp durchgesetzt und schon den zehnten Gesamtsieg gefeiert.

Für den erneuten Porsche-Triumph vor der Rekordkulisse von 235.000 Zuschauern sorgten Timo Bernhard, Romain Dumas, Marc Lieb und Marcel Tiemann im von Manthey Racing eingesetzten und werksunterstützten 911 GT3-RSR.

Vierter Sieg für Tiemann

Das Quartett sorgte zudem für ein Novum, denn noch nie zuvor hat ein Team mit ein und derselben Besetzung dreimal in Folge den Eifelmarathon gewonnen. Für Tiemann war es sogar der vierte Sieg in Serie und der fünfte insgesamt. Damit ist der 35 Jahre alte frühere DTM-Pilot der erfolgreichste Fahrer in der 24-Stunden-Historie am Ring.

Außerdem verbesserte das Manthey-Trio den eigenen, 2006 aufgestellten Runden- und Distanzrekord (155 = 3933,590 km).

Viel Pech für Audi-Piloten

Dagegen hatte Audi beim ersten 24-Stunden-Einsatz des neuen R8 LMS Pech. In Führung liegend fielen Marc Basseng, Marcel Fässler, Mike Rockenfeller und Frank Stippler in der 20. Stunde nach einem Antriebswellenschaden zurück und mussten sich im vom DTM-Team Phoenix Racing eingesetzten Sportwagen mit Rang sechs zufriedengeben.

Dafür sprangen die Markenkollegen Christian Abt, Jean-Francois Hemroulle (Belgien), Pierre Kaffer und Lucas Luhr in die Bresche und sicherten mit Platz zwei im Abt-Audi R8 das bisher beste Resultat für die Ingolstädter bei den 24 Stunden am Ring.

Platz drei an Porsche

Auf Platz drei vervollständigten Emmanuel Collard (Frankreich), Wolf Henzler, Richard Lietz (Österreich) und Dirk Werner in einem seriennahen Cup-Auto den Porsche-Erfolg.

Zu den Pechvögeln zählte das Audi-"Legenden"-Team mit Frank Biele, Emanuele Pirro (Italien) und Hans-Joachim Stuck, die im zweiten Phoenix-R8 ebenso von zahlreichen technischen Problemen gebeutelt wurden wie die Markenkollegen Mattias Ekström (Schweden), Timo Scheider und Marco Werner im Abt-Audi R8.

Die beiden Trios kamen deshalb nicht über die Ränge 12 und 23 hinaus.

Ludwig junior überrascht

Auch Rekordsieger BMW (18 Gesamtsiege) hatte keine Chance auf einen weiteren Erfolg und fuhr mit den Werksfahrern Andy Priaulx (Großbritannien) und Jörg Müller im M3 lediglich zu Platz drei in der GT4-Klasse.

Dagegen sorgte Luca Ludwig (20), Sohn von Tourenwagen-"König" Klaus Ludwig, mit einem Klassensieg und Gesamtrang 10 unter den 170 gestarteten Teams für eine Überraschung im privat eingesetzten BMW Z4 M-Coupe.

Nach dem Doppelsieg in der Klasse 2008 feierte Volkswagen diesmal sogar zwei Klassensiege: Mit dem benzingetriebenen Scirocco GT24 und einem erstmals eingesetzten Erdgas-Auto.

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