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Nach 2003 und 2004 holt sich Marco Werner zum dritten Mal einen Titel in der ALMS © getty

Trotz Ausfalls sichert sich das deutsche Audi-Duo Marco Werner und Lucas Luhr vorzeitig den Fahrertitel in der LMP1-Königsklasse.

Detroit - Glück im Unglück für Audi in der American Le Mans Series (ALMS).

Trotz eines Ausfalls beim neunten Saisonlauf in Detroit sicherten sich Marco Werner (Ermatingen) und Lucas Luhr (Koblenz) vorzeitig den Fahrertitel in der LMP1-Königsklasse.

Luhr war in seinem Audi R10 TDI bei hoher Geschwindigkeit auf einer Bodenwelle mit dem Fuß vom Bremspedal abgerutscht und heftig in die Streckenbegrenzung eingeschlagen.

Er blieb jedoch unverletzt. Für Luhr und Werner, die zuvor sieben Klassensiege in Folge gefeiert hatten, war das Rennen damit vorzeitig beendet.

Von Disqualifikation profitiert

Sie profitierten aber von einer nachträglichen Disqualifikation (2,5 Kilogramm Untergewicht) ihrer siegreichen Teamkollegen Marcel Fässler und Emanuele Pirro und können bei 66 Punkten Vorsprung in den letzten beiden Rennen nicht mehr eingeholt werden.

"Natürlich hätten wir den Meistertitel lieber unter anderen Umständen gewonnen", erklärte Luhr, "aber mit unseren sieben Siegen in Folge haben wir den Titel zweifellos verdient."

Audi in Herstellerwertung vorn

Für den 42-jährigen Werner ist es nach 2003 und 2004 der dritte Titelgewinn in der ALMS, sein Partner Luhr (29) feierte gar nach 2002, 2003 und 2006 den vierten Triumph.

Luhr ist zudem der erste Fahrer in der zehnjährigen ALMS-Historie, der den Fahrertitel in drei verschiedenen Klassen (LMP1, LMP2, GT2) gewonnen hat. Den Titel in der Herstellerwertung hatte sich Audi am vorletzten Sonntag in Mosport ebenfalls bereits vorzeitig gesichert.

Dreifach-Erfolg für Honda

Unterdessen feierte Honda einen überraschenden Dreifach-Triumph und dabei Frank Montagny/James Rossiter (Frankreich/Großbritannien) den ersten ALMS-Sieg überhaupt. Für Honda war es nach dem ALMS-Premierensieg in Lime Rock am 12. Juli der zweite Erfolg in der populären US-Sportwagenserie.

Die Japaner kündigten zudem für 2009 den Aufstieg von der LMP2-Kategorie in die LMP1-Königsklasse an und treffen dabei auch auf die beiden Diesel-Giganten Audi und Peugeot.

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