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Die Chancen von Jörg Müller auf den WM-Titel sind geschwunden © imago

Enttäuschendes Wochenende in Oschersleben: BMW-Pilot Jörg Müller erlebt die dritte Nullnummer in der Tourenwagen-Saison.

Oschersleben - Erneute Nullnummer statt Aufholjagd: Für BMW-Werksfahrer Jörg Müller war das Heimspiel der Tourenwagen-WM in Oschersleben eine einzige Enttäuschung.

Nach der dritten Nullnummer der Saison sind die Chancen des 38-Jährigen aus Hückelhoven auf den ersehnten WM-Titel wieder deutlich geringer geworden.

"Ich habe wirklich alles gegeben und hätte heute viele Punkte auf die Spitze gutmachen können. Aber wieder einmal hat mich eine unverschuldete Kollision eine gute Platzierung gekostet", sagte Müller.

Am Ende nur 26.

Im ersten Lauf hatte er sich in seinem Schnitzer-BMW 320si schon vom zwölften Startplatz auf Rang sechs nach vorne gekämpft, bis ihn ein Zusammenstoß mit Seat-Pilot Tiago Monteiro (Portugal) aussichtslos zurückwarf und er am Ende nur 26. geworden war.

Im zweiten Rennen, seinem 75. WM-Lauf, startete der Rheinländer eine furiose Aufholjagd, die aber unmittelbar hinter dem Gesamtführenden Yvan Muller aus Frankreich im Seat auf dem neunten Rang endete.

Während Muller durch den einen Punkt seine Führung in der Gesamtwertung vor Markenkollege Gabriele Tarquini (Italien), der in beiden Läufen Strafen kassierte und weit außerhalb der Punkteränge landete, auf zwei Zähler (66:64) ausbaute, fiel Müller hinter seinen brasilianischen Teamkollegen Augusto Farfus und den Spanier Jordi Gene im Seat (alle 43) auf Platz neun zurück.

Müller gibt nicht auf

Die Flinte ins Korn werfen will Müller aber noch nicht. "Zum Glück für mich ging es anderen Fahrern nicht viel besser. Ich gebe nicht auf und werde weiter kämpfen, denn die WM ist noch lange nicht entschieden", meinte der Vize-Weltmeister von 2006.

Insgesamt stehen in dieser Saison jetzt noch acht Läufe an vier Wochenenden auf dem Programm, in denen noch 80 Punkte zu vergeben sind. Am 21. September (Imola) und 5. Oktober (Monza) folgen jetzt zwei Auftritte in Italien. Danach geht es noch am 26. Oktober erstmals in Okayama in Japan um Punkte, bevor am 16. November traditionell in Macau das Finale steigt.

Sieg für Farfus

Den Sieg im ersten Rennen holte sich Farfus von der Pole Position und bescherte dem Schnitzer-Team aus Freilassing damit den 20. Erfolg in der WM.

Im zweiten Lauf, in dem es unmittelbar nach dem Start eine Massenkollision gab, die zahlreiche Autos entscheidend zurückwarf, triumphierte der Spanier Felix Porteiro und untermauerte in einem weiteren BMW 320si die Dominanz der Münchner in Oschersleben.

Sieben Siege für BMW

In jetzt acht WM-Läufen in der Magdeburger Börde siegte siebenmal ein BMW-Pilot. Das reichte zumindest, um in der Markenwertung den Rückstand auf Seat um fünf auf 24 Punkte zu verkürzen (192:216).

Dritter in der WM-Wertung ist Titelverteidiger Andy Priaulx (Großbritannien/53) in einem weiteren BMW nach Rang fünf im zweiten Rennen. Dahinter folgen der Schwede Rickard Rydell (Seat/51) sowie Porteiro als bester Privatfahrer und der Brite Robert Huff (Chevrolet/beide 50), der mit den Plätzen zwei und drei die meisten Punkte sammelte.

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