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Alessandro Zanardi feierte sein Formel-1-Debüt im Jahr 1991 bei Jordan © imago

Der beinamputierte Italiener gewinnt den ersten Lauf in Brünn, sein Teamkollege den zweiten. Pechvogel ist der Brasilianer Farfus.

München - Doppelsieg für BMW:

Alessandro Zanardi und Sergio Hernandez haben den Münchnern beim 11. und 12. Lauf der Tourenwagen-WM in Brünn gleich zwei Erfolgserlebnisse beschert.

Der beinamputierte Italiener Zanardi wiederholte am Sonntag im ersten Rennen des Tages seinen Erfolg aus dem Vorjahr und feierte anschließend ausgelassen seinen insgesamt vierten WM-Sieg.

Im zweiten Lauf, bei dem sein spanischer Teamkollege Hernandez seinen ersten WM-Sieg erzielte, wurde der Italiener vom Seat-Piloten Rickard Rydell "abgeschossen" und landete unverletzt in einem Reifenstapel.

"Brünn scheint es wirklich gut mit mir zu meinen. Hier habe ich ja schon im letzten Jahr gewonnen. Und ohne die unfaire Aktion eines Konkurrenten hätte ich sicher die Chance gehabt, mit dem fantastischen Auto auch im zweiten Rennen auf das Podest zu fahren", sagte Zanardi.

Tarquini schießt Müller ab

Auch dessen BMW-Markenkollege Jörg Müller war nicht gut auf einen Seat-Fahrer zu sprechen.

Der einzige deutsche Werksfahrer in der WM wurde im zweiten Lauf zum wiederholten Mal vom Italiener Gabriele Tarquini angerempelt, verlor dadurch drei Plätze und musste sich schließlich mit Rang sieben begnügen, nachdem er zuvor noch hinter Zanardi Zweiter geworden war.

Immerhin verbesserte sich Müller in der Gesamtwertung hinter seinem Teamkollegen Augusto Farfus (54 Punkte) vom sechsten auf den vierten Platz (41).

Muller baut Führung aus

Unterdessen hat Titelverteidiger und Tabellenführer Yvan Muller (Frankreich/Seat) mit den Plätzen acht und zwei die Führung ausgebaut und liegt zehn Punkte vor Teamkollege Tarquini (66:56).

Pechvogel des Tages war Farfus.

Der Brasilianer, der auf der Pole Position stand und sogar die Gesamtführung vor Augen hatte, kollidierte nach dem Start des ersten Rennens mit dem neben ihm in der ersten Reihe stehenden BMW des dreimaligen Weltmeisters Andy Priaulx (Großbritannien) und musste auch in Lauf zwei nach einer Kollision vorzeitig aufgeben.

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