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Nico Hülkenberg gewann 2007 das Formel-3-Masters in Zolder © getty

Auch das zweite Rennen auf dem Nürburgring gewinnt Nico Hülkenberg und übernimmt damit die Führung in der GP2-Wertung.

Nürburgring - Nico Hülkenberg riss beide Arme nach oben und ließ seiner Freude freien Lauf: Mit einem eindrucksvollen Doppelsieg hat sich der Schützling von Michael Schumachers Manager Willi Weber beim GP2-Rennen auf dem Nürburgring für höhere Aufgaben empfohlen.

Sollte Nico Rosberg (Wiesbaden) das Williams-Team verlassen und 2010 für McLaren-Mercedes oder BMW fahren, könnte der 21-jährige Hülkenberg bei dem englischen Rennstall schon bald vom Test- zum Stammpiloten aufsteigen.

Hülkenberg ist jedenfalls zuversichtlich, dass sein Traum in Erfüllung gehen könnte: "Willi macht das schon. Ich fahre, er macht den Rest."

Rosberg vor Abschied bei Williams

Laut Rosberg soll die Entscheidung über seine Zukunft in den nächsten zwei Monaten fallen.

"Wenn sich die Verhandlungen länger hinziehen, wäre das nicht gut. Dann sind die guten Cockpits alle vergeben", sagt der 24-Jährige der Bild am Sonntag.

Die Tage bei Williams scheinen allerdings gezählt, auch wenn das einstige Top-Team in den letzten Wochen wieder einen deutlichen Aufwärtstrend zeigte. Rosberg: "Ich will ein Siegerauto."

Von Startplatz acht zum Sieg

Das hat Hülkenberg in diesem Jahr in der GP2-Serie.

Nachdem der 21-Jährige aus Emmerich am Samstag schon seinen ersten Erfolg in der Sprungbrettliga zur Formel 1 gefeiert hatte, fuhr er im zweiten Lauf am Sonntag von Startplatz acht wieder ganz nach vorn und übernahm Platz eins in der Gesamtwertung. (Hülkenberg: Den letzten Schritt vor Augen)

Die Zusatzpunkte für die Pole Position (2) und die schnellsten Runden in beiden Rennen (je 1) rundeten das perfekte Wochenende des Schützlings von Michael Schumachers Manager Willi Weber ab.

Führung mit vier Zählern Vorsprung

"Das war ein perfektes Wochenende. Am Ende ging es nur darum, alles zu kontrollieren und keinen Fehler mehr zu machen", sagte Hülkenberg.

Mit 46 Punkten hat er vier Zähler Vorsprung vor dem Franzosen Romain Grosjean (42), der als Fünfter am Sonntag nur zwei Punkte holte. Dritter ist der Russe Witali Petrow (41).

Schnell Boden gut gemacht

Nachdem Hülkenberg am Samstag souverän mit fast 14 Sekunden Vorsprung einen Start-Ziel-Sieg feierte, kämpfte er sich am Sonntag innerhalb von nur drei Runden vom achten auf den zweiten Platz vor und war auf Tuchfühlung zum führenden Petrow.

Der Russe fiel nach einer Durchfahrtstrafe wegen einer verschuldeten Kollision zurück und machte so für Hülkenberg den Weg zum Doppelsieg frei.

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