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Scott Dixon wird für seinen zweiten Titel von seinem Team mit Torte eingeseift © getty

Ein knapper zweiter Platz in Joliet hat Indy-Car-Fahrer Scott Dixon zum Titelgewinn gereicht. Danica Patrick hängt die US-Boys ab.

Chicago - Im Fotofinish unterlegen, aber den Titel gewonnen: Der 28-jährige Neuseeländer Scott Dixon hat sich beim 17. Saisonlauf der Indy-Car-Serie in Joliet in der Nähe von Chicago zum zweiten Mal nach 2003 den Titel im US-Pendant zur Formel-1-WM gesichert.

In einer dramatischen Finalrunde, in der die Kontrahenten mit weit mehr als 300 km/h Rad an Rad auf die Ziellinie zurasten, musste sich Dixon nach 200 Runden in seinem Honda-Dallara nur hauchdünn mit 33 Zehntausendstelsekunden Rückstand, umgerechnet 30,8 Zentimeter, dem Brasilianer Helio Castroneves geschlagen geben.

Dem früheren Indy-500-Champion Castroneves nutzte sein insgesamt 14. Indy-Car-Sieg allerdings wenig. In der Gesamtwertung hat er als Zweiter 17 Punkte Rückstand auf Dixon (629:646).

Nach der Zieldurchfahrt bekam Dixon nicht nur die obligatorische Champagner-Dusche, sein Team zettelte auch eine Tortenschlacht für den 28-Jährigen an.

Einmal war es noch knapper

Die Entscheidung in dem 300-Meilen-Rennen war der zweitknappste Zieleinlauf in der Geschichte der Indy-Car-Serie.

Am 8. September 2002 betrug der Abstand zwischen den beiden Amerikanern Sam Hornish junior und Al Unser junior sogar nur 24 Zehntausendstelsekunden.

Patrick sichert Rang sechs

Unterdessen hat sich "Supergirl" Danica Patrick mit Platz zehn (2,9 Sekunden zurück) unter insgesamt 28 Teilnehmern den sechsten Gesamtrang gesichert.

Damit ist die 26-Jährige aus Phoenix bestplatzierter Profi aus den USA, noch vor ihrem Teamkollegen Marco Andretti, dem Enkel des früheren Formel-1-Weltmeisters Mario Andretti.

Tests im F-1-Boliden

Im November soll Patrick, die in ihrem Honda-Dallara am 19. April in Motegi/Japan als erste Frau ein Rennen der Indy-Car-Serie gewonnen hatte, ihre ersten Testrunden in einem Formel-1-Auto von Honda drehen.

Die schnelle Amazone hatte immer Interesse an einem Formel-1-Test bekundet, "wenn es ein echter Test ist".

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