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Nach Wembley in den Jahren zuvor fand das RoC 2009 in Peking statt © getty

Michael Schumacher gewinnt zusammen mit Sebastian Vettel zum dritten Mal in Folge den Nationen-Cup beim Race of Champions.

Peking - Mit einem Erfolg im Traumfinale gegen England haben Michael Schumacher und Sebastian Vettel den Hattrick beim Race of Champions geschafft.

Das deutsche Traumpaar sicherte sich zum dritten Mal in Folge nach 2007 und 2008 den Sieg im Nationen-Cup.

Für Vettel war es zudem eine gelungene Revanche gegen den neuen Formel-1-Champion Jenson Button, der gemeinsam mit dem dreimaligen Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx mit 1:2 im Finale das Nachsehen hatte.

"Es wäre schön gewesen, wenn ich im Finale noch direkt gegen Jenson gefahren wäre, aber es ging ja um den Nationen-Cup", sagte Vize-Weltmeister Vettel, der Seite an Seite mit seinem Formel-1-Rivalen den Entscheidungslauf zwischen Schumacher und Priaulx verfolgt hatte.

Der von den chinesischen Fans frenetisch angefeuerte Schumacher jubelte nach dem Sieg. "Ja, Hattrick. Wir haben uns heute gegenseitig aus der Patsche geholfen. So muss das sein", sagte der Formel-1-Rekordweltmeister.

Schumi behält die Nerven

Im ersten Finallauf hatte zunächst Schumacher Button geschlagen, danach Vettel gegen Priaulx seine einzige Niederlage des Tages kassiert.

Im Entscheidungslauf behielt dann Schumacher gegen Priaulx die Nerven. Mit dem dritten Erfolg ist Deutschland jetzt auch Rekordsieger.

Am Mittwoch (13.00 Uhr MEZ) hoffen Schumacher und Vettel jetzt auf ihren ersten Sieg im Einzelrennen, bei dem die zahlreichen Stars erneut in Tourenwagen, Rallye-Boliden oder Buggys Mann gegen Mann gegeneinander antreten.

Vettel holt die Kohlen aus dem Feuer

Im Halbfinale hatte noch Vettel das deutsche Team gegen die USA gerettet. Nachdem der Heppenheimer seinen Lauf gegen Motocross-Star Travis Pastrana gewonnen hatte, musste sich Schumacher Rallye-Pilot Tanner Foust geschlagen geben. Vettel machte dann aber gegen Foust alles klar.

"Im ersten Jahr hat er mich gerettet, im letzten Jahr ich ihn, jetzt wieder er mich", sagte Schumacher nach dem Halbfinale. Bei den Engländern war Button in der Vorschlussrunde der Held, der beim 2:1-Erfolg gegen Gastgeber China zwei Siege holte.

Gastgeber überraschen

In der Vorrunde hatten Schumacher und Vettel noch eine weiße Weste bewahrt. In der Gruppe A gab es gegen die finnischen Rallye-Stars Mikko Hirvonen und Marcus Grönholm, die Australier mit dem fünfmaligen Motorrad-Weltmeister Mick Doohan und Gastgeber China sechs Siege in sechs Läufen.

China wurde überraschend Gruppenzweiter und kam ebenfalls weiter.

Ekström und Co. scheitern

In der Gruppe B zog England vor einem All-Star-Team und Monaco ins Semifinale ein.

In der am härtesten umkämpften Gruppe C scheiterten der zweimalige DTM-Champion Mattias Ekström (Schweden) und Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen (Dänemark) bei gleicher Siegzahl knapp aufgrund der Rundenzeiten an den USA und Frankreich.

2005 hatten die beiden Audi-Werkspiloten als Team Scandinavia den Nationen-Cup gewonnen. Ekström triumphierte 2006 und 2007 in der Einzelwertung.

Neuer Flitzer von den Scheichs

Vettel und Button zeigten sich von Beginn an am Lenkrad hellwach, obwohl sie erst am Dienstagmorgen in Peking angekommen waren.

Vettel hatte nach seinem Sieg beim Premieren-GP von Abu Dhabi am Sonntagabend noch einen Termin bei den Scheichs, wo er als Geschenk einen 670 PS starken und rund 350.000 Euro teuren AMG-Mercedes SL Black Series in Empfang nehmen durfte. Button hatte noch mit seinem Team kräftig den WM-Titel gefeiert.

"Ich bin schon noch ein bisschen müde, da ich auch im Flugzeug kaum geschlafen habe. Aber wenn ich am Lenkrad sitze, werde ich sicher wieder wach", sagte der Brite vor seinem ersten Lauf. Vettel wünschte sich im Olympiastadion einen "Start wie Usain Bolt, das wäre die perfekte Basis".

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