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Nach Wembley in den Jahren zuvor fand das RoC 2009 in Peking statt © getty

Beim Race of Champions muss sich Michael Schumacher einem DTM-Star geschlagen geben. Sebastian Vettel fliegt im Halbfinale raus.

Peking- Michael Schumacher hat beim Race of Champions erneut in DTM-Star Mattias Ekström seinen Meister gefunden.

Der Formel-1-Rekordweltmeister unterlag im "Vogelnest" von Peking wie schon 2007 im Londoner Wembley-Stadion im Finale dem Audi-Werkspiloten aus Schweden, der damit zum dritten Mal bei diesem Einladungsrennen triumphierte.

"Es gibt keinen Grund, enttäuscht zu sein. Es gab halt einen, der besser war, und das war Mattias", sagte Schumacher, der "Eki" fair gratulierte.

"Für mich ist das heute ein ganz besonderer Tag. Ich hatte in dieser Saison so viel Pech, aber heute habe ich Michael geschlagen", sagte Ekström, der 2006 im Finale in Paris Rallye-Superstar Sebastien Loeb geschlagen hatte.

Fahrfehler von Vettel

Im Halbfinale hatte sich Schumacher in einem harten Kampf gegen Sebastian Vettel durchgesetzt, mit dem er am Tag zuvor noch zum dritten Mal in Folge gemeinsam den Nationen-Cup gewonnen hatte. Nach einem Fahrfehler touchierte Vettel die Streckenbegrenzung und machte für Schumacher den Weg ins Finale frei.

"Es war ein enges Duell, aber dann habe ich mir das rechte Vorderrad abgefahren", sagte Vettel: "Der alte Mann hat es wieder geschafft. Mal schauen, was er im Finale macht." Ekström hatte sich im ersten Semifinale gegen Formel-1-Weltmeister Jenson Button aus England durchgesetzt.

Dritter Sieg für Schumi

Vettel musste damit wie am Dienstag auf ein direktes Revanche-Duell gegen Button verzichten. Dort sicherte Schumacher im Entscheidungslauf gegen den dreimaligen Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx den Hattrick nach 2007 und 2008.

Die Formel-1-Rivalen Vettel und Button standen nebeneinander hinter der Absperrung und drückten die Daumen.

Vettel visiert WM an

Vettel blickte am Rande des Rennens bereits auf die Saison 2010, in der er Button den WM-Titel entreißen will.

"Es geht nur noch eine Stufe höher, bei den Konstrukteuren für das Team und bei den Fahrern für mich. Deshalb gibt es keinen Zweifel über das Ziel. Ein zweiter Platz ist gut, aber im nächsten Jahr wollen wir einen Schritt weiter", sagte Vettel, der sich in Peking mit dem Erfolg im Nationen-Cup tröstete. "Diese Wertung zum dritten Mal in Folge zu gewinnen, ist schon etwas, worauf man wirklich stolz sein kann", sagte er.

Partytiger mit Kampfgeist

Button musste sich erst wieder daran gewöhnen, nicht der Erste zu sein. "Beim Feiern der erste Verlierer zu sein, ist niemals gut. Ich mag es nicht, Zweiter zu werden. Aber ich habe dennoch viel Spaß gehabt", sagte der Engländer.

Am Mittwoch zeigte er dann nach einer gemeinsamen Party der Fahrer gleich wieder seinen Kampfgeist. In der Vorrunde holte er in seiner Gruppe ebenso drei Siege wie Ekström, Vettel und Schumacher.

Illustre Starterliste

Vettel setzte sich gegen Rallye-Vizeweltmeister Mikko Hirvonen (Finnland), Dakar-Sieger Giniel de Villiers (Südafrika) und Motocross-Pilot Chad Reed (Australien) durch.

Schumacher schlug seinen früheren Formel-1-Rivalen David Coulthard (Schottland), Tourenwagen-Weltmeister Yvan Muller (Frankreich) und den zweimaligen Rallye-Weltmeister Marcus Grönholm (Finnland).

Im Viertelfinale setzte sich Button gegen Landsmann Priaulx durch, Ekström gegen seinen Audi-Kollegen Tom Kristensen (Dänemark).

Vettel besiegte Coulthard, Schumacher danach Hirvonen.

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