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Dirk von Zitzewitz (l.) und Ginel de Villiers (r.) siegten 2009 bei der Dakar-Rallye © getty

Ein natürliches Hindernis stoppt den Vorjahressieger auf der 3. Etappe. Nun will das VW-Duo zumindest den Team-Kollegen helfen.

Fiambala - Sie wollten ihren Dakar-Triumph von 2009 wiederholen, doch schon auf der 3. Etappe waren Giniel de Villiers und sein deutscher Co-Pilot Dirk von Zitzewitz bei Volkswagen nur noch Hilfsarbeiter.

"Jetzt geht's nicht mehr für uns um den Sieg, sondern darum, unseren Teamkollegen zu helfen, zu gewinnen", meinte von Zitzewitz enttäuscht, nachdem er mit seinem südafrikanischen Piloten am Montag auf dem dritten Teilstück zwischen La Rioja und Fiambala fast drei Stunden verloren hatte.

"So ist das bei der Dakar", sagte de Villiers, nachdem er mit großer Verspätung abends im Biwak angekommen war:

"Im letzten Jahr war dies die schwierigste Etappe überhaupt und auch die, auf der wir die Rallye für uns entscheiden konnten. In diesem Jahr haben wir die Rallye hier offensichtlich verloren." (SERVICE: Der Etappenplan)

Auf Rückkehr gefreut

Dabei hatte sich gerade auch Navigator von Zitzewitz auf die Rückkehr in die Region zwischen La Rioja und Fiambala gefreut.

"Das war eine sehr schöne Etappe mit sehr schöner Landschaft, mit riesigen Dünen, die in die Felsen hineinlaufen. Ich freue mich darauf, das wiederzusehen und dort wieder langzufahren", sagte der 41-Jährige. 190216(Diashow: Wüsten-Wahnsinn und Tragödien)

Düne stoppt VW-Duo

Doch schon nach wenigen Kilometern stoppte eine dieser Dünen den Vorwärtsdrang des VW-Duos.

"Wir waren auf der Spur, die alle gefahren haben, sind dann vielleicht einen halben Kilometer zu schnell rausgefahren, auf der Nase stehen geblieben und in Zeitlupe dann vorne über gekippt", beschrieb von Zitzewitz den entscheidenden Moment, bevor der Touareg auf die Seite kippte.

Hilfe vom Mitsubishi

Nach ein paar Minuten stellte ein vorbeikommender Mitsubishi den VW zwar wieder auf die Räder, doch in der Folge "lief der Motor nicht mehr sauber", wie VW-Motorsportdirektor Kris Nissen erklärte.

Grund dafür war ein Schaden an einem Kabelbaum, den de Villiers und von Zitzewitz nicht selbst wechseln konnten. "Wir mussten auf unseren Race-Truck warten", sagte der Südafrikaner am Ende eines "enttäuschenden Tages":

"Wenn man so früh so viel Zeit verliert, wird man realistisch gesehen um den Sieg nicht mehr mitfahren. Vielleicht schaffen wir es noch in die Top 5."

Gute Ausgangslage vor Beginn der Etappe

Wenigstens lagen vor Beginn der vierten Etappe von Fiambala nach Copiapo in Chile die VW-Teamkollegen Carlos Sainz/Lucas Cruz (Spanien), Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Katar/Berlin) und Mark Miller/Ralph Pitchford (USA) auf den Plätzen zwei bis vier gut im Rennen.

Und auf Tuchfühlung zu Spitzenreiter Stephane Peterhansel im BMW X3 des X-raid-Teams von Sven Quandt.

Dessen Teamkollegen Joan Roma hatte es am Montag sogar noch heftiger erwischt als de Villiers/von Zitzewitz.

Sturz in Schlucht

Der Motorrad-Sieger von 2004, der wie Dakar-Rekordgewinner Peterhansel von Mitsubishi zu X-raid gekommen war und am Samstag die Auftaktetappe gewonnen hatte, stürzte mehrere Meter tief in eine Schlucht.

Dabei beschädigte er sein Auto so schwer, dass es am Abend im Biwak nicht repariert werden konnte. Roma erlitt eine Handverletzung, ein zunächst befürchteter Bruch bestätigte sich allerdings nicht.

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