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Carlos Sainz nahm von 1987 bis 2004 an der Rallye-WM teil © imago

Der Spanier baut durch den Sieg auf der 10. Etappe seinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus. VW bleibt das Maß aller Dinge.

Santiago - Der Spanier Carlos Sainz und Volkswagen sind bei der Rallye Dakar nicht zu stoppen.

Der zweimalige Rallye-Weltmeister feierte auf der 10. Etappe von La Serena nach Santiago de Chile den ersten Tagessieg in diesem Jahr und baute damit seine Führung in der Gesamtwertung aus. (SERVICE: Der Etappenplan)

Der 46-Jährige und sein spanischer Beifahrer Lucas Cruz liegen im VW Touareg vier Tage vor der Zielankunft in Buenos Aires 10:06 Minuten vor ihren Markenkollegen Nasser Al-Attiyah und Timo Gottschalk (Katar/Berlin).

Peterhansel schon fast aussichtslos zurück

Auf den dritten Gesamtrang schoben sich Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) in einem weiteren VW Touareg (28:19 Minuten zurück) nach vorn.

Als bestes Nicht-VW-Duo liegen Dakar-Rekordgewinner Stephane Peterhansel und Jean-Paul Cottret (Frankreich) im BMW X3 des hessischen X-raid-Teams mit einem Rückstand von 2:14 Stunden auf Position vier beinahe schon aussichtslos zurück.

Peterhansel musste sich auf der 10. Etappe im Kampf um den Tagessieg Sainz nur um 28 Sekunden geschlagen geben.

Rückkehr nach Afrika?

Nach der zweiten Austragung in Argentinien und Chile könnte die Rallye Dakar 2011 wieder nach Afrika zurückkehren. Eine Entscheidung darüber soll Ende des Monats fallen.

"Beim Thema Sicherheit wäre es dort wegen der geringeren Bevölkerungsdichte einfacher", sagte Rallye-Direktor Etienne Lavigne dem Fachmagazin Motorsport aktuell.

Laut Lavigne habe der Dakar-Veranstalter ASO zwei Konzepte: "Eines für Südamerika sowie eines für Nordafrika mit Tunesien, Libyen und Ägypten. Nach der Zieleinfahrt werden wir analysieren, Ende Januar entscheiden, wo wir 2011 fahren."

Zweite Rallye in Südamerika

Die Rallye hatte Afrika den Rücken gekehrt, nachdem die 30. Auflage im Jahr 2008 wegen Terrordrohungen kurz vor dem Start komplett abgesagt worden war. 190216(DIASHOW: Wüsten-Wahnsinn und Tragödien)

In diesem Jahr wird zum zweiten Mal nach 2009 durch Argentinien und Chile gefahren, unter anderem in der Atacama, der trockensten Wüste der Welt.

Der Zuschauerzuspruch in Südamerika ist sehr groß, was allerdings auch Probleme bereitet.

So war auf der ersten Etappe eine 28 Jahre alte Zuschauerin vom Auto des deutschen Privatfahrers Mirco Schultis erfasst und tödlich verletzt worden.

"Totale Sicherheit nicht machbar"

"Totale Sicherheit ist nicht machbar. Auf der Etappe, auf der dieser Unfall geschah, waren sechs Zuschauerzonen ausgewiesen und 1600 Polizisten im Einsatz", sagte Lavigne.

"Mit unzähligen Flyern und 2000 Radiospots in 40 Sendern versuchen wir, die Bevölkerung zu sensibilisieren. Die Frau stand in einer Verbotszone außen in einer Kurve."

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