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Alex Zanardi bestritt in seiner Formel1-Karriere (1991-1999) 41 WM-Rennen © getty

Nach sechs Jahren fährt der Italiener kein Rennen mehr für BMW. Offenbar spielen finanzielle Gründe eine Rolle für die Trennung.

München - Der beinamputierte frühere Formel-1-Pilot Alessando Zanardi wird nicht mehr für BMW in der Tourenwagen-WM antreten. (DATENCENTER: DTM-Rennkalender und Ergebnisse)

"Es ist schade, mitteilen zu müssen, dass meine Beziehung zu BMW endgültig beendet ist und damit auch jede Chance, mit einem Auto dieser bayerischen Marke in irgendeiner Meisterschaft zu fahren", schrieb der 43 Jahre alte Italiener auf seiner Homepage.

"Ich bin BMW sehr dankbar für den Weg, den wir gemeinsam beschritten haben. Ich wünsche ihnen alles Gute für ihre Sportprogramme."

Vier Tourenwagen-WM-Siege

Nach seinem schweren Unfall beim US-Cart-Rennen am 15. September 2001, bei dem er beide Beine verlor, hatte Zanardi zwei Jahre später in Monza in einem speziell für ihn umgebauten BMW 320i in der damaligen Tourenwagen-EM sein Renn-Comeback gefeiert. 167113(DIASHOW: Das Finale in Hockenheim)

2005 holte er in Oschersleben als erster beinamputierter Pilot einen Sieg in der Tourenwagen-WM.

Drei weitere folgten 2006 in Istanbul sowie 2008 und 2009 in Brünn.

Trennung "sehr bitter"

Zanardi bezeichnete die Trennung von BMW, die 2010 nur noch mit einem reduzierten Programm an der Tourenwagen-WM teilnehmen, als sehr bitter.

"Meine Beziehung zu dem deutschen Hersteller schien unzerbrechlich zu sein. Aber so etwas passiert nun einmal in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit", meinte Zanardi.

"Und es ist sicher nicht das Schlimmste, wenn man es mit der Situation all der Leute vergleicht, die von dieser Krise wirklich umgeworfen worden sind."

Obwohl er sehr traurig sei, dass eine für beide Seiten sehr zufriedenstellende Zusammenarbeit zerbrochen sei, verstehe er, dass solche Dinge passieren.

Paralympics 2012 als Ziel

"Im Leben soll es aber hin und wieder vorkommen, dass, wenn man die Augen nach unten richtet, um etwas Verlorenes zu suchen, man am Ende etwas anderes findet, das es wert ist, aufgehoben zu werden. Wir werden sehen, ob das der Fall sein wird", sagte Zanardi: "Allerdings denke ich, dass es nun etwas spät ist, um kurzfristig eine gleichwertige Alternative zu finden."

Seinen Helm will er auf jeden Fall noch nicht an den Nagel hängen, sagte der Italiener, der zudem davon träumt, mit seinem selbst entwickelten Hand-Fahrrad an den Paralympics 2012 in London teilzunehmen.

"Ich hoffe einfach darauf, dass einige sehr schöne Autos auch in naher Zukunft noch eine große Rolle für mich spielen werden."

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