vergrößernverkleinern
Auf und davon: Sebastien Loeb ist auf dem Weg zu seinem fünften WM-Titel © getty

Nach einem Triumph bei seinem Heimspiel in Korsika ist Weltmeister Sebastien Loeb der erneute Titelgewinn kaum mehr zu nehmen.

Cargese - Rallye-Dominator Sebastien Loeb kann sich auf dem Weg zum historischen fünften WM-Titel nur noch selbst schlagen.

Der Citroen-Pilot aus Frankreich feierte bei seinem "Heimspiel" bei der Korsika-Rallye den fünften Sieg in Serie und baute den Vorsprung vor den finnischen Ford-Piloten Mikko Hirvonen um zwei weitere Punkte auf 14 Zähler aus.

"Auf Korsika zu gewinnen, das ist immer ein ganz besonderer Moment", sagte Loeb. Bei der Japan-Rallye vom 31. Oktober bis 2. November, dem vorletzten von 15 WM-Läufen, würde "Super-Seb" ein dritter Platz genügen, um als erster Fahrer zum fünften Mal Weltmeister zu werden.

Loeb untermauert Ausnahmestellung

Bei seinem zehnten Saisonsieg, mit dem er seinen eigenen Rekord aus der Saison 2005 einstellte, und Erfolg Nummer 46 insgesamt war der Elsässer wieder mal eine Klasse für sich und lag vor der letzten Sonderprüfung fast eineinhalb Minuten vor dem Belgier Francois Duval im zweiten Werks-Ford.

Duval ließ sich aber durch eine provozierte zweiminütigen Zeitstrafe bei der letzten Wertungsprüfung ebenso noch hinter Teamkollege Hirvonen zurückfallen wie dessen Landsmann Jari-Matti Latvala (Strafe 1:30 Minuten) im privaten Ford des Stobart-Teams.

Minimalchance auf den Titel

Mit dieser Teamorder wollte Marken-Weltmeister Ford Hirvonen zumindest noch eine kleine Titelchance retten, nachdem der Finne zuvor durch einen Reifenschaden vom zweiten auf den vierten Platz zurückgefallen war.

"Es war keine ideale Situation, aber wir mussten so handeln. Sonst hätten wir uns selbst geschadet", verteidigte Teamchef Malcom Wilson die Entscheidung, die Hirvonen selbst überhaupt nicht gefiel.

Hirvonen selbstkritisch

"Ich habe die WM durch Reifenschäden verloren, einen in Deutschland, einen in Neuseeland, der mich dort den Sieg gekostet hat, und jetzt hier. Aber ich hätte das selbst vermeiden können", sagte Hirvonen: "Ich habe das Schlagloch gesehen, hatte mich aber entschieden, drüber zu fahren. Mein Fehler, deshalb habe ich es verdient."

Am Ende lag Loeb bei seinem vierten Sieg in Folge auf Korsika dann 3:24,7 Minuten vor Hirvonen, 3:31,6 vor Duval und 3:37,5 vor Latvala.

In der WM-Gesamtwertung kommt er auf 106 Punkte, Hirvonen auf 92 Zähler.

Ogier gewinnt Junioren-WM

Bereits den Titel gewonnen hat Loebs Landsmann Sebastien Ogier in der Junioren-WM. Dem Citroen-Piloten genügte Platz zwei, um mit acht Punkten Vorsprung vor seinem Berliner Markenkollegen Aaron Burkhart (42:34) die Meisterschaft perfekt zu machen.

Burkhart belegte auf Korsika Platz fünf, Suzuki-Pilot Florian Niegel (Bayreuth) wurde Siebter und kam damit in der Gesamtwertung mit acht Punkten auf Rang 11.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel