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Danica Patrick (r.) gratuliert Sieger Dario Franchitti (l.) © getty

Der Schotte Dario Franchitti gewinnt im "Nudeltopf". Danica Patrick wird trotz toller Aufholjagd nur Sechste. Conway verunglückt.

Indianapolis - Trotz geballter Power blieb der historische Sieg aus: Auch bei der 94. Auflage des legendären 500-Meilen-Rennens von Indianapolis (USA) hat es nicht zum ersten Damen-Triumph gereicht.

"Wir haben leider den Anfang verschlafen", sagte die hoch gehandelte US-Amerikanerin Danica Patrick 69501 (DIASHOW: Patricks beste Bilder) nach ihrer Aufholjagd auf Rang sechs.

Insgesamt war die Rekordzahl von vier Frauen im "Nudeltopf" an den Start gegangen, der Sieg ging in Dario Franchitti (Schottland) aber erneut an das männliche Geschlecht.

"Gelbe Flagge hat mich gerettet"

Die 28-Jährige Patrick, die im Vorjahr sogar Dritte geworden war und ein Star der Szene ist, kämpfte sich nach verpatztem Start von Platz 21 zwar noch weit nach vorne.

Mit dem Sieg hatte sie aber ebenso wenig zu tun wie die Schweizerin Simona Silvestero (14.), Ana Beatriz aus Brasilien (21.) und die US-Amerikanerin Sarah Fisher auf Position 26.

Als in einem spannenden Finale der Sprit zur Neige ging, drohte Danica Patrick wie vielen Konkurrenten sogar das Aus. "Die Gelbe Flagge hat mich gerettet", sagte die Andretti-Pilotin.(Patrick hat keine Lust auf Macho-Welt Formel 1)

Schwerer Unfall von Conway und Hunter-Reay

Ein schwerer Unfall zwischen Ryan Hunter-Reay und Mike Conway hatte in der vorletzten Runde für das Überholverbot gesorgt.

Im Kampf um Platz drei hob Conways Rennwagen nach einer Berührung ab und wurde spektakulär gegen den Zaun geschleudert.

Der Brite musste mit einer Verletzung am Bein zu weiteren Untersuchungen ins nächste Krankenhaus geflogen werden.

"Dieser Sieg ist wie ein Bonus"

Ganz oben auf dem Treppchen stand nach der dreistündigen Hitzeschlacht zum zweiten Mal nach 2007 der ehemalige "Sternfahrer" Dario Franchitti, der 1995 und 1996 für Mercedes in der Deutschen und Internationalen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM und ITC) gestartet war. (Alle Motorsport-News)

"Eigentlich wollte ich mit 35 zurücktreten. Dieser Sieg ist daher wie ein Bonus", sagte der inzwischen 37 Jahre alte Routinier aus der schottischen Hauptstadt Edinburgh.

2008 hatte der Cousin des aktuellen DTM-Piloten Paul di Resta einen Ausflug in die Nascar-Serie gewagt, war 2009 aber in die IndyCar-Serie zurückgekehrt und holte prompt zum zweiten Mal den Titel.

Wheldon knapp geschlagen

"Es ist zuletzt einfach perfekt gelaufen", sagte Franchitti und nahm den traditionellen Siegerschluck aus der Milchflasche.

Mit gerade 0,1536 Sekunden Rückstand musste sich der Engländer Dan Wheldon, Gewinner von 2004, mit Rang zwei begnügen.

Marco Andretti aus den USA schaffte als Dritter ebenfalls den Sprung auf das Treppchen.

Der Australier Will Power, der im Team des favorisierten Penske-Teams nur als Achter die Zielflagge sah, fuhr immerhin als einziger Pilot eine Rundenzeit von unter 40 Sekunden (39,984) und erzielte dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 362,170 km/h.

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