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Gingen sich meist aus dem Weg: Michael Schumacher (l.), Juan Pablo Montoya © getty

Der ehemalige "Formel-1-Stänkerer" holt nicht nur gegen den Deutschen zum Rundumschlag aus.

München - Juan Pablo Montoya frönt jetzt dem "wahren Sport", wie er sagt. Der Kolumbianer fährt NASCAR-Rennen in den USA.

Damit ist der 32-Jährige bei seinem Lieblingsthema: Lästern über die Formel 1 und deren Protagonisten.

Der ehemalige "Stänkerer" nimmt McLaren-Teamchef Ron Dennis, Weltmeister Kimi Räikkönen - und natürlich seinen Lieblingsfeind Michael Schumacher im englischen Fachmagazin "F1 Racing" aufs Korn.

Über Dennis:

"Fernando Alonso hatte wegen Dennis im Team einen klaren Nachteil gegenüber Lewis Hamilton. Schließlich hieß Hamiltons Manager Ron Dennis. Montoya hält den Engländer für eine Sphinx: "Beim Abendessen war er mit dir noch ganz lustig, am anderen Morgen tat er so, als wenn er dich gar nicht mehr kennen würde."

Über Räikkönen, mit dem er 2005 und 2006 bei McLaren fuhr:

"Bei ihm ging es nie darum, ob du mit ihm auskommst oder nicht. Denn er redet überhaupt nichts. Es ist schwierig mit jemandem auszukommen, der nicht redet."

Über Schumacher:

Ihn mochte Montoya als Mensch überhaupt nicht. So sind seine Giftpfeile auch zu verstehen: "Es war großartig, ihn zu schlagen und dazu zu bringen, bis an seine Grenzen zu gehen. Und er war ein Typ, gegen den man mit Haken und Ösen fahren konnte. Er war nicht unbedingt fair." Das sei Montoya gegenüber Schumi allerdings auch nicht gewesen.

Über die Formel 1:

"Sie wollen dich in der Formel 1 nur zum Roboter machen", wird Montoya in der Münchner "tz" zitiert, mit einer starken Persönlichkeit bekommt man Probleme."

Über BMW:

Hier findet Montoya Positives. "Bei BMW hatte ich noch am meisten Spaß." Dafür habe besonders Technikchef Patrick Head gesorgt.

Wolfgang Kleine

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