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Michael Bartels hat 2010 bereits zwei Quali- und zwei Rennsiege gefeiert © imago

Maserati-Pilot Michael Bartels führt die Riege deutscher Piloten an, die auf dem Nürburgring Sieg- und WM-Chancen haben.

Köln - Michael Bartels will mit einem Heimsieg an diesem Wochenende (Qualifying, Sa. 14 Uhr im TV auf SPORT1) auf dem Nürburgring dem Titelgewinn in der neuen FIA-GT1-WM einen Schritt näherkommen.

"Wir arbeiten schon seit 2005 mit Maserati zusammen. In dieser Zeit haben wir insgesamt acht Titel geholt, aber keiner im Team ist erfolgsmüde geworden", sagt Bartels.

Das ganze Paket würde derzeit einfach stimmen, jeder im Team sei hochmotiviert und habe Spaß, meint der 42-Jährige, der über die Formel 1 und DTM zu der spektakulären Sportwagenserie gekommen ist: "Um den WM-Titel zu kämpfen, ist für uns Herausforderung und Ansporn zugleich."

Sechs deutsche Fahrer

Hermann Tomczyk freut sich bereits auf die Sportwagen-Show. "Der GT-Sport ist in der Publikumsgunst stark gestiegen und der WM-Lauf das GT-Highlight des Jahres schlechthin. Wir sind zudem stolz darauf, dass bei diesem Event neben dem WM-Lauf auch die ADAC-GT-Masters und die DMSB-GT-Meisterschaft im Rahmenprogramm zum Zuge kommen. Die Fans können sich an zwei Tagen auf spannenden Motorsport freuen", sagt der ADAC-Sportpräsident.

Die weltbesten Piloten, darunter gleich sechs deutsche Fahrer und auch ein halbes Dutzend deutscher Teams starten am Wochenende in der Eifel in die zweite Saisonhälfte der FIA-GT1-WM.

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Sechs Punkte Vorsprung

Im Kampf um das jüngste WM-Prädikat rechnen sich mehrere deutsche Fahrer und Teams noch Titelchancen aus.

Allen voran Bartels und sein Team Vitaphone Racing. Der 42-Jährige und sein italienischer Teamkollege Andrea Bertolini, die in dieser Saison mit ihrem werksunterstützten Maserati MC12 bereits 2 Quali- und ein Hauptrennen gewonnen haben, kommen als Spitzenreiter zum Ring.

Bei 83 Punkten hat das Maserati-Duo aber nur sechs Zähler Vorsprung auf Thomas Mutsch (Bitburg/77), der sich mit dem früheren Porsche-Werksfahrer Richard Westbrook in einem Ford GT das Cockpit teilt.

Kechele in Lauerstellung

In Lauerstellung liegen Frank Kechele (Ulm/46), der in einem Lamborghini zuletzt das Rennen in Spa überraschend gewinnen konnte sowie Routinier Altfried Heger (Essen/43) auf den Plätzen vier und fünf.

Aber auch Marc Hennerici (Mayen/40) in einer vom DTM-Team Phoenix Racing (Meuspath) eingesetzten Corvette Z06 als Achter sowie Nissan-Werksfahrer Michael Krumm (Reutlingen/37) als Zehnter rechnen sich durchaus noch Chancen aus.

Jüngste WM der FIA

Die FIA-GT1-WM ist die jüngste Weltmeisterschaft des Automobil-Weltverbandes FIA. Sie trat in dieser Saison die Nachfolge der FIA-GT-Meisterschaft an, von der sie sich aber durch viele Verbesserungen und eine weltweite Ausrichtung auf vier Kontinenten abhebt.

Eingesetzt werden spektakuläre Sportwagen der sechs Hersteller Aston Martin, General Motors (Corvette), Ford, Maserati, Nissan und Volkswagen (Lamborghini), die auf den Straßenversionen hochkarätiger Fahrzeuge basieren.

"Die spektakulären Sportwagen ziehen die Fans auf der ganzen Welt in ihren Bann. Schön ist für uns als Veranstalter, dass gleich mehrere deutsche Fahrer zu den aussichtsreichsten Titelkandidaten zählen", sagt Organisationsleiter Peter Geishecker.

Piloten wechseln sich ab

In den zwei einstündigen Läufen (einem Qualifikationsrennen am Samstag und einem Hauptrennen am Sonntag) wechseln sich jeweils zwei Piloten ab. Durch den Pflichtboxenstopp mit Fahrer- und Reifenwechsel gibt es im GT1-Feld viele zusätzliche Positions-Veränderungen und Spannung für die Zuschauer. Zehn Rennstrecken in vier Kontinenten stehen im WM-Kalender.

Punkte werden schon im Qualifikationsrennen am Samstag nach dem Schema 8, 6, 4 für die drei bestplatzierten Fahrer und Teams vergeben. Für das Hauptrennen am Sonntag erhalten die Top 10 Zähler wie in der Formel 1.

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