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Sebastian Vettel (r.) und Michael Schumacher vereinen acht Formel-1-Weltmeistertitel © getty

Bevor der Formel-1-Weltmeister beim Race of Champions startet, reist er nach Berlin. Schumacher freut sich für die Zuschauer.

Düsseldorf - Sebastian Vettels Feier-Marathon erlebt nach vielen schönen Momenten noch einmal einen doppelten Höhepunkt:

Für ein paar Runden auf der Fan-Meile in Berlin und das Race of Champions in Düsseldorf sammelt der jüngste Formel-1-Weltmeister noch einmal alle Kräfte. 315339(DIASHOW: Vettel-Empfang in Heppenheim)

"Mit dem WM-Titel im Rücken ist das etwas ganz besonderes", sagte Vettel mit Blick auf "unser zweites Heimspiel" in diesem Jahr beim Race of Champions in Düsseldorf: "Ich hoffe, dass die Hütte voll sein wird, und freue mich sehr darauf."

Vettel "über die Hälfte Richtung Mond"

Den riesigen Rummel nach seinem Titel genießt Vettel trotz aller Strapazen. Mit den Flugmeilen der letzten 14 Tage sei er "schon über die Hälfte Richtung Mond, für hin und zurück reicht es noch nicht", sagte Vettel, der die Zeit nicht missen möchte.

"Gewisse Momente wird man nie mehr vergessen, da bekommt man eine Gänsehaut", erklärte der 23-Jährige am Freitagabend, nachdem er in Düsseldorf schon erste Trainingsrunden absolviert hatte und dabei einmal sogar mit einer Passagierin im Kiesbett gelandet war.

"Wenn das am Samstag passiert, könnte Michael mich noch retten. Am Sonntag wäre es nicht so gut", meinte Vettel: "Das ist zwar ein Spaß-Event, aber sobald wir den Helm aufsetzen, schalten wir alle in den Race-Modus und wollen den Typen neben uns schlagen."

Sechs Champions als Vettel-Jäger

Bei seinem ersten Renn-Auftritt als Weltmeister ist Vettel der Gejagte, sechs andere Champions mit 27 Titeln sind die Jäger.

Dennoch will er mit seinem Freund Michael Schumacher am Samstag (19 Uhr) zum vierten Mal in Folge den Nationen-Cup gewinnen, ein Sieg im Einzelrennen am Sonntag (13 Uhr) wäre dann der perfekte Abschluss eines traumhaften Jahres.

Um gegen Superstars wie den dreimaligen Sieger und Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb, Formel-1-Rekordchampion Schumacher, den viermaligen Formel-1-Weltmeister Alain Prost, den fünfmaligen Motorrad-Champion Mick Doohan oder Le-Mans-Rekordgewinner Tom Kristensen eine gute Figur zu machen, gönnt sich Vettel am Samstagmittag noch ein ganz besonderes Doping.

Erst Fan-Meile, dann Düsseldorfer Arena

In seinem Red-Bull-Renault, mit dem er auch in Düsseldorf "die Kuh fliegen lassen" will, wird er zwischen 12 und 14 Uhr über die Fan-Meile in Berlin brausen.

"Ich wollte schon immer mal ein paar Runden durch Berlin drehen", sagt Vettel: "Am Samstag kann ich mir diesen Wunsch endlich erfüllen. Wir dürfen die Strecke zwischen dem Brandenburger Tor und der Yitzhak-Rabin-Straße in eine Boxengasse verwandeln und mal so richtig Gas geben. Ich hoffe nur, es gibt keinen Schnee."

Nach einem kurzen Flug dürfte die Vettel-Party dann in Düsseldorf nahtlos weitergehen, wo mit immensem Aufwand die Fußball-Arena von Zweitligist Fortuna in eine Rennstrecke verwandelt wurde.

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Schumacher: "Es wird angenehmer"

Die Bedingungen sind für die Fahrer aus den unterschiedlichsten Renn-Kategorien gleich. Gefahren wird immer Mann gegen Mann, nach dem Modus Best of Three, in identischen Autos.

Auch Schumacher freut sich auf die Unterstützung der deutschen Fans in der überdachten Arena.

"In den Jahren zuvor war es für die Fans anspruchsvoll, bis zum Ende auszuharren. Das wird diesmal sicher angenehmer", meinte der 41-Jährige, der nach zwei Finalniederlagen 2007 und 2009 gegen den diesmal fehlenden DTM-Piloten Mattias Ekström aus Schweden gerne erstmals auch den Pokal für den "Champion der Champions" in der Einzelwertung holen würde.

Im Nationen-Cup gegen die USA

In dieser besteht die Vorrunde aus vier Vierer-Gruppen, aus denen sich die ersten Beiden für das Viertelfinale qualifizieren, ab dem es im K.o.-System weitergeht. Vettel trifft dabei auf NASCAR-Star Carl Edwards aus den USA, dessen Landsmann Tanner Foust und den Portugiesen Filipe Albuquerque.

Schumacher bekommt es im Duell zweier Formel-1-Ikonen mit Prost sowie dem Engländer Jason Plato und Alvaro Parente aus Portugal zu tun.

Im Nationen-Cup treffen die Titelverteidiger Schumacher und Vettel zunächst auf die USA, ein All-Star-Team mit Doohan sowie das Team Benelux. Hier reicht Platz zwei schon zum Halbfinaleinzug.

Race of Champions (Sonntag, ab 13 Uhr)

Gruppe A: Sebastien Loeb (Frankreich, Rallye-Rekordweltmeister mit 7 Titeln, 3 Siege beim Race of Champions), Heikki Kovalainen (Finnland, Formel-1-Pilot, 1 Sieg beim Race of Champions), Jeroen Bleekemolen (Niederlande, zweimaliger Porsche-Supercup-Sieger), Bertrand Baguette (Belgien, Gewinner Renault World Series 2009)

Gruppe B: Tom Kristensen (Dänemark, Rekordgewinner der 24 Stunden von Le Mans mit acht Siegen), Andy Priaulx (England, dreimaliger Tourenwagen-Weltmeister), Mick Doohan (Australien, fünfmaliger Motorrad-Weltmeister), Travis Pastrana (USA, elf Goldmedaillen bei den X-Games, einmal Freestyle-Motocross-Weltmeister, Weltrekordler im Auto-Weitsprung)

Gruppe C: Sebstian Vettel (Heppenheim, aktueller und zugleich jüngster Formel-1-Weltmeister), Carl Edwards (USA, NASCAR-Champion 2007), Filipe Albuquerque (Portugal, A1GP-Pilot), Tanner Foust (USA, X-Games-Sieger)

Gruppe D: Michael Schumacher (Kerpen, Formel-1-Rekordweltmeister mit sieben Titeln), Alain Prost (Frankreich, viermaliger Formel-1-Weltmeister), Jason Plato (England, zweimaliger britischer Tourenwagen-Champion), Alvaro Parente (Portugal, GP2-Pilot)

Nationen-Cup (Samstag, ab 19 Uhr)

Gruppe A: Frankreich (Prost/Loeb), Portugal (Parente/Albuquerque), Großbritannien (Priaulx/Plato), Nordic (Kovalainen/Kristensen)

Gruppe B: Deutschland (Schumacher/Vettel, Titelverteidiger), USA (Edwards/Pastrana), All Stars (Doohan/Foust), Benelux (Baguette/Bleekemolen)

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