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Bereits eine Rallye-Legende: Von 2004 an wurde Sebastian Loeb fünf Mal Weltmeister © getty

Sebastian Loeb und Valentino Rossi werden ihrer angestammten Sportart untreu. Startet das Champions-Duo eine Zweitkarriere?

Von Marc Ellerich

München - Der eine wurde acht Mal Weltmeister auf dem Motorrad, der andere gewann immerhin fünf Mal den Titel des weltbesten Rallye-Fahrers.

In ihren Sportarten sind Valentino Rossi und Sebastien Loeb also das Maß aller Dinge.

Doch jetzt wagen sich die beiden Champions auf ein Terrain, das ihnen so gut wie unbekannt ist.

Der französische Topstar Loeb wird in der kommenden Woche bei Tests in Barcelona sogar in einem Formel-Boliden Platz nehmen.

Mehr als nur ein PR-Gag

Möglich macht den Ausflug in die fremde Welt der gemeinsame Sponsor Red Bull (Teamergebnisse).

Loeb selbst betrachtet die Angelegenheit offenbar nicht als reinen PR-Gag, er bereitet sich gründlich auf die gemeinsamen Tests mit den anderen Stars der PS-Königsklasse vor.

Der Citroen-Pilot reiste eigens an, um sich in der Red-Bull-Zentrale die Sitzschale anpassen zu lassen.

"Auf diesem Level arbeitet man immer auf höchstem Standard", sagte der 34-Jährige gegenüber "autosport.com".

Erste Erfahrungen gesammelt

Gänzlich fremd ist dem Franzosen der 800-PS-Bolide allerdings nicht.

Bereits im Vorjahr hatte Loeb einen Ausflug in die Hochgeschwindigkeits-Liga (Alles zur F1) unternommen, auch bei seinem Ausflug nach England sammelte er Erfahrung auf dem Parcours in Silverstone.

"Ich komme nicht als völliger Neuling nach Barcelona", sagte Loeb anschließend: "Aber es wird trotzdem nicht einfach."

Staubpiste statt Asphaltstrecke

Wesentlich ernsthafter als der Elsässer bereitet sich offenbar der aktuelle MotoGP-Weltmeister Valentino Rossi auf eine Zweitkarriere vor.

Der Italiener, Spitzname "The Doctor", absolvierte am Wochenende in einem Ford Focus ein Sprint-Rennen in Monza.

Schon vorher zeigte sich der Superstar, der bereits 2002 in Wales und 2006 in Neuseeland auf vier Rädern in einem Subaru unterwegs gewesen war, von der Gelände-Rennerei begeistert:

"Zwei Räder sind die Liebe meines Lebens, aber speziell die Rallye-Autos sind meine Leidenschaft."

In 14 Tagen will Rossi erneut die Wales-Rallye bestreiten.

Bescheidene Zielsetzung

Allzu viel hat er sich dafür nicht vorgenommen: "Mein erstes Ziel ist es, die Rallye zu Ende zu fahren", so der 29-Jährige.

Doch ganz ohne Ehrgeiz will er auf der Insel nicht antreten: "Damals in Neuseeland bin ich Elfter geworden, und nun möchte ich mich ein wenig verbessern."

Und dass aus dem spielerischen Ausflug ins fremde Fach durchaus mehr werden könnte, will der Italiener nicht ausschließen.

"Wenn ich meine Motorrad-Karriere beendet habe, dann ist so etwas denkbar", so Rossi.

Noch sei er allerdings für zwei Jahre vertraglich an Yamaha gebunden.

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