vergrößernverkleinern
BMW-Werksfahrer Jörg Müller (v.) ist gelernter Zweirad-Mechaniker © imago

Der BMW-Pilot fährt in Brands Hatch sein bestes Rennen der Saison und holt sich überraschend den zehnten WM-Titel seiner Karriere.

Brands Hatch - Mit der besten Leistung in diesem Jahr hat BMW-Werksfahrer Jörg Müller bei den Saisonläufen 13 und 14 der Tourenwagen-WM in Brands Hatch im Titelrennen einen großen Sprung nach vorn gemacht.

Im ersten der beiden Sprintrennen hatte sich der 38-Jährige im Schnitzer-BMW 320si von Startplatz fünf an die Spitze gekämpft und seinen ersten Saisonsieg geholt.

In Lauf zwei - den Chevrolet-Pilot Alain Menu (Schweiz) gewann - endete die Aufholjagd des Rheinländers von Position acht kommend auf dem vierten Platz.

Damit verbesserte sich Müller in der WM-Wertung vom neunten auf den fünften Rang (43 Punkte).

Ziel war das Treppchen

"Mit diesem Erfolg habe ich nicht gerechnet. Nach dem Pech in der Vergangenheit war mein Ziel ein Podestplatz. Dass nun sogar ein Sieg heraussprang, ist eine tolle Sache", sagte Müller, der sich jetzt auf das "Heimspiel" in Oschersleben freut.

Dort findet am 31. August das einzige Gastspiel der Tourenwagen-WM in Deutschland statt.

Müller zusammen mit Priaulx erfolgreichster Fahrer

Müller, dessen letzter Sieg vom 17. Juni 2007 in Brünn datiert, feierte zudem mit dem zehnten WM-Triumph ein kleines Jubiläum.

Neben dem dreimaligen britischen Weltmeister und Titelverteidiger Andy Priaulx, der ebenfalls zehn WM-Siege auf seinem Konto hat, ist Müller nun der erfolgreichste Fahrer in der fünfjährigen WM-Historie.

Seat in der Gesamtwertung vorne

Neuer Tabellenführer ist der Franzose Yvan Muller (65), der im Seat Leon Turbodiesel die Ränge 2 und 11 belegte.

Sein Teamkollege, der frühere Formel-1-Pilot Gabriele Tarquini (Italien), liegt nach den Plätzen sieben und fünf jetzt einen Zähler hinter Muller auf Rang zwei (64) zurück.

Starker Auftritt von Zanardi

Eine starke Leistung zeigte Müllers Markenkollege, der beinamputierte Alessandro Zanardi.

Nachdem der Italiener in Lauf eins als Vierter knapp den Sprung aufs Siegertreppchen verpasst hatte, gelang ihm anschließend mit Rang drei der erhoffte Podestplatz.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel