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Audi will seinen Vorjahressieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans wiederholen © getty

Der Countdown läuft: In Le Mans wird das bedeutendste Autorennen der Welt gestartet. Audi will seine Erfolgsserie fortsetzen.

Ingolstadt - Es wird ernst, die Mission Titelverteidigung läuft auf Hochtouren.

Die drei Audi R18 TDI haben ihren Bestimmungsort Le Mans erreicht. Alle Vorbereitungen und Tests sind abgeschlossen.

Am Samstag (11. Juni) ab 15.00 Uhr sollen die neuen LMP1-Sportwagen mit der Typenbezeichnung Audi R18 TDI beim legendären 24-Stunden-Rennen im französischen Le Mans den zehnten Gesamtsieg für die Ingolstädter holen.

Genau 183 Tage nach der Weltpremiere des neuen Meisterwerks.

"Jedes Jahr eine neue Herausforderung"

"Le Mans ist jedes Jahr eine ganz neue Herausforderung und jedes Mal ein ganz anderes Rennen", sagt Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: "Außerdem ist Le Mans eines der drei wichtigsten Rennen, die es auf der Welt gibt."

Nach dem Dreifachsieg des Audi R15 TDI im vergangenen Jahr, bei dem der seit 39 Jahren bestehende Distanzrekord überboten wurde, soll es nun der Audi R18 TDI richten.

Rekordsieger zuversichtlich

Trotz der vom Reglement vorgeschriebenen reduzierten Motorleistung erreicht der Audi R18 TDI in Le Mans dank einer effizienten Aerodynamik fast dieselbe Höchstgeschwindigkeit wie sein Vorgänger.

Beim Testtag im Mai wurden auf dem 13,629 km langen Circuit de la Sarthe zudem eindrucksvolle Rundenzeiten erzielt.

Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen aus Dänemark ist begeistert: "In jeder Woche, die wir mit dem Auto gefahren sind, konnten wir es immer wieder verbessern. Die Tests liefen sehr gut, was uns ein gutes Gefühl vor dem Rennen gibt."

"Keine Sieggarantie"

Bei den letzten Einstellungsfahrten konzentrierte sich das Audi Sport Team Joest in Monza (Italien) und Le Castellet (Frankreich) vor allem auf die Zuverlässigkeit und eine möglichst konstante Performance.

Als Bewährungsprobe musste der Audi R18 TDI eine Distanz von 6.000 km absolvieren - rund 600 Kilometer mehr als beim Rekordsieg im Vorjahr.

"Die neun Audi-Siege seit 2000 sind kein Zufall. Doch trotz optimaler Vorbereitung gibt es im Sport allgemein und in Le Mans speziell keine Erfolgsgarantie", sagt Ullrich. Man habe im Vorfeld alles getan, was man tun konnte.

250.000 Zuschauer erwartet

Am Mittwochnachmittag ab 16.00 Uhr werden die Fahrzeuge in Le Mans beim Freien Training erstmals auf die Strecke gehen.

Insgesamt rechnen die Veranstalter vom Automobile Club de l'Ouest (ACO) rund um die 79. Auflage des Langstreckenklassikers mit mehr als 250.000 Zuschauern.

"Alle sind heiß auf Le Mans", sagt Ralf Jüttner, Technischer Direktor Audi Sport Team Joest. Auch Vorjahressieger Mike Rockenfeller kann es kaum noch erwarten: "Ich freue mich riesig auf die 24 Stunden, wir sind gut vorbereitet."

Vom Geheimtipp zum Favoriten

Gemeinsam mit seinen Teamkollegen Timo Bernhard (Homburg) und Romain Dumas (Frankreich) wird "Rocky" den Audi R18 TDI mit der Startnummer "1" pilotieren.

"Im Vorjahr sind wir eher als Underdogs oder Geheimtipp nach Le Mans gereist. In diesem Jahr wird man uns am Sieg messen", gesteht Bernhard.

Viele heiße Eisen im Feuer

Neben dem Erfolgstrio aus dem Vorjahr schicken die Herren der Ringe sechs weitere erfahrene Rennfahrer in den Kampf um den Sieg.

Zu den Favoriten zählt sicher auch die Kombination mit dem achtmaligen Le-Mans-Champion Kristensen, dem Italiener Dindo Capello und Allan McNish aus Schottland.

2008 standen die drei in Frankreich gemeinsam ganz oben auf dem Siegerpodest.

"Wir sind bereit, alles zu geben", verspricht Kristensen. Andre Lotterer (Duisburg), Benoit Treluyer (Frankreich) und der Schweizer Marcel Fässler komplettieren den Fahrerkader der Ingolstädter.

Dumas mit Erfolgsrezept

Die rund 1200 Audi-Gäste an der Strecke dürfen sich auf einen spannenden Kampf zwischen den vier Ringen und dem französischen Hauptkonkurrenten Peugeot freuen.

Für Jüttner ist klar, dass "jedes Auto, das über einen regulären Boxenstopp hinaus auch nur für ein paar Minuten in der Garage gewartet werden muss", keine Rolle im Kampf um den Sieg spielt.

Auch Lokalmatador Dumas weiß worauf es bei dem harten Rennen an der Sarthe ankommt: "Auf der Strecke bleiben und keinen einzigen Fehler machen." Wenn das gelingt, dann kann Audi den Traum vom zehnten Le-Mans-Sieg verwirklichen.

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