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Michael Schumacher und Sebastian Vettel gewannen 2007 den Nationen-Cup © getty

Beim Race of Champions im Wembley-Stadion verdrängen Schumi und Sebastian Vettel F-1-Weltmeister Hamilton ins Vorprogramm.

München - Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton trifft Rekordchampion Michael Schumacher, zum Duell der Generationen kommt es beim Race of Champions am Sonntag im Londoner Wembley-Stadion aber (noch) nicht.

Während Schumacher gemeinsam mit Sebastian Vettel den Titel im Nationen-Cup verteidigt, tritt Hamilton in seinem Silberpfeil "nur" im Vorprogramm auf - im Kampf Mensch gegen Maschine.

Gegner des McLaren-Mercedes-Piloten wird der dreimalige Bahnrad-Olympiasieger Chris Hoy sein, gegen den er bereits bei der Wahl zum britischen Sportler des Jahres den Kürzeren gezogen hatte.

Schumi und Vettel in einem Team

Wenn Schumacher und Vettel danach in den verschiedensten Rennautos gegen Weltmeister wie Rallye-König Sebastien Loeb oder Tourenwagen-Champion Yvan Muller wieder um Hundertstelsekunden kämpfen, ist Hamilton nur noch interessierter Zuschauer.

Denn noch vor dem Einzelrennen macht sich der 23-Jährige, der sich erstmals nach seinem WM-Triumph den britischen Fans präsentiert, nach einigen Demo-Runden mit seinem Formel-1-Auto gemeinsam mit Hoy zur Sportler-Gala nach Liverpool auf.

So wird er die eigentliche Faszination, die das Race of Champions auf die Rennfahrerelite ausübt, nur im Ansatz spüren.

Sieg im Vorjahr

"Das Schöne ist, dass man all die Jungs aus den anderen Motorsport-Bereichen treffen und Zeit mit ihnen verbringen kann. Normalerweise ist das nahezu unmöglich, weil jeder entweder anderweitig beschäftigt oder bei einem Rennen ist", sagt Schumacher, der im vorigen Jahr nach dem gemeinsamen Sieg mit Vettel im Einzelrennen erst im Finale an DTM-Pilot Mattias Ekström gescheitert war.

Der Schwede, der wieder zusammen mit seinem dänischen Audi-Kollegen Tom Kristensen antritt, hofft unterdessen auf den Hattrick.

Denn vor seinem Idol Schumacher hatte "Eki" 2006 im Finale Loeb sogar in dessen eigenen Auto geschlagen. Nach einer Pause im vorigen Jahr ist der schnelle Franzose jetzt aber wieder am Start.

Schumacher: "Habe großen Respekt"

"Bewundern ist vielleicht das falsche Wort, aber ich habe großen Respekt vor allen, die da mitfahren", sagt Schumacher.

"Jeder ist ein Könner in seinem Bereich, und jeder hat eine große Leidenschaft für diesen Sport. Darum geht es doch. Es ist spektakulär, sowohl zum Fahren als auch zum Zuschauen."

Auch Hamilton bedeutet der Show-Auftritt im sicher gut gefüllten Heiligtum des englischen Fußballs viel.

Hamilton gegen den Olympia-Helden

"Das wird etwas ganz Spezielles. Ich habe so etwas abseits von Rennstrecken zwar schon oft gemacht, aber im Wembley-Stadion ist das etwas ganz anderes. Die Atmosphäre wird verrückt sein. Für mich wird das ein fantastischer Jahresabschluss", sagte Hamilton.

Hoy, der bei den Spielen in Peking Gold im Sprint, Teamsprint und im Keirin gewann, verspricht Hamilton einen großen Kampf.

"Ich kann zweieinhalb PS treten, das wird gegen sein Auto zwar sicher nicht reichen. Aber ich werde alles geben, um das Rennen so knapp wie möglich zu machen", sagt Hoy, der auf Vorteile in den engen Kurven hofft.

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