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Michael Schumacher und Sebastian Vettel gewannen schon 2007 den Nationen-Cup © getty

Beim Race of Champions im Londoner Wembley-Stadion wiederholen Schumi und Sebastian Vettel ihren Vorjahres-Triumph in der Nationen-Wertung.

Wembley - Michael Schumacher und Sebastian Vettel haben beim Race of Champions im Londoner Wembley-Stadion ihren Vorjahreserfolg im Nations Cup wiederholt.

Der Formel-1-Rekordweltmeister aus Kerpen und der 22 Jahre alte Monza-Sieger aus Heppenheim setzten sich im Finale wie 2007 gegen die beiden Audi-DTM-Piloten Mattias Ekström (Schweden) und Tom Kristensen (Dänemark) vom Team Scandinavia durch.

Nachdem Schumacher das Duell gegen Le-Mans-Rekordsieger Kristensen gewonnen hatte, erzwang Ekström, Einzelsieger von 2006 und 2007, gegen Vettel einen Entscheidungslauf.

Schumi revanchiert sich

Den entschied Schumacher gegen Ekström für sich und revanchierte sich damit für die Niederlage im Einzelfinale 2007. Den entscheidenden Punkt zum Nations-Cup-Sieg im Vorjahr hatte noch Vettel geholt.

"Ich wäre im Finale lieber gegen England als gegen Skandinavien angetreten, denn Ekström und Kristensen sind ein schwer zu schlagendes Duo", meinte Schumacher: "Gegen Tom war es dann im ersten Lauf auch sehr knapp. Dafür konnte ich mich im entscheidenden Lauf gegen Eki klar durchsetzen und damit erfolgreich Revanche nehmen für meine Niederlage im letzen Jahr."

"Ein starkes Duo"

Vettel freute sich, dass diesmal Schumacher seine Niederlage ausbügelte: "Im letzten Jahr hat Michael im Finale den Kürzeren gezogen, diesmal war ich es. Aber zum Glück hat Michael den Sieg gerettet. Wir sind ein starkes Duo."

Im Einzelrennen war für Vettel gegen Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb (Frankreich), der am Ende im Finale gegen den Schotten David Coulthard zum dritten Mal nach 2003 und 2005 gewann, bereits im Viertelfinale Schluss.

Vorjahresfinalist Schumacher schied ausgerechnet in einem Fiat 500 ("Mit den geschlossenen Autos habe ich es wohl nicht so") ebenfalls in der Runde der letzten Acht gegen NASCAR-Pilot Carl Edwards (USA) ebenso aus wie Titelverteidiger Ekström gegen den dreimaligen Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx (Großbritannien).

Sie nehmen es locker

Was Schumacher und Vettel nach dem erneuten Teamtitel nicht wirklich störte.

Das Duo der beiden letzten deutschen Grand-Prix-Sieger - Schumacher zuletzt 2006, Vettel 2008 - hatte sich durch Siege gegen die Iren Adam Carroll und Gareth McHale sowie die Briten David Coulthard und Jason Plato für das Finale qualifiziert.

Kristensen und Ekström, die 2005 die Teamwertung gewonnen hatten, setzten sich gegen die französischen Weltmeister Yvan Muller (Tourenwagen) und Sebastien Loeb (Rallye) sowie die Briten Jenson Button und Andy Priaulx durch.

Ekström gelassen

Ekström nahm die Niederlage gegen Schumacher im Buggy mit freistehenden Rädern sportlich.

"Wenn Michael seine Reifen sehen kann, dann ist er immer gefährlich", meinte der Schwede, der sich aber über seinen Erstrunden-Erfolg gegen Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb in einem aktuellen Rallye-Auto freute.

Das gleiche Kunststück, damals sogar in Loebs eigenem Auto, hatte der Schwede 2006 im Finale des Einzelrennens geschafft.

Hamilton-Duell entfällt

Unterdessen war im Vorprogramm das Duell Mensch gegen Maschine zwischen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und Rad-Olympiasieger Chris Hoy ins Wasser gefallen.

Weil die Strecke wegen Dauerregens am Samstag am Tag darauf zu rutschig war, wurde das Showrennen zwischen dem Silberpfeil-Piloten in einem Straßen-Mercedes SLR und Hoy auf seinem Rennrad aus Sicherheitsgründen abgesagt.

"Ich bin sehr enttäuscht. Die Veranstalter haben ihr Bestes getan, aber die Sicherheit steht an erster Stelle", sagte Hoy, der bei den Sommerspielen in Peking Gold im Sprint, Keirin und Team-Sprint gewonnen hatte.

Bei der Wahl zum Sportler des Jahres in Großbritannien, der am Sonntagabend auf einer Gala in Liverpool geehrt wurde, hatte Hoy Hamilton auf den zweiten Platz verwiesen.

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