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Subaru gewann von 1995 bis 1997 dreimal in Folge die Konstrukteurs-WM © getty

Nach Suzuki zieht auch Subaru die Konsequenzen aus der Weltwirtschaftskrise und verabschiedet sich aus dem Rallye-Sport.

Nach dem Ausstieg von Ex-Weltmeister Subaru ist die Rallye-WM 2009 nur noch ein "Fall für zwei".

Einen Tag nach dem Rückzug des japanischen Konkurrenten Suzuki verabschiedete sich am Dienstag auch Subaru aus dem Rallye-Zirkus und zog damit Konsequenzen aus der weltweiten Wirtschaftskrise.

Damit sind im kommenden Jahr in der WM nur noch Markenchampion Citroen und Ford werksseitig vertreten. Erst am 5. Dezember hatte sich Honda als Reaktion auf die Krise aus der Formel-1-WM zurückgezogen und sein Team zum Verkauf angeboten.

Auch Toyota am Mutterkonzern beteiligt

"Unser Geschäftsumfeld hat sich durch den schnellen Verfall der Weltwirtschaft dramatisch verändert. Um unseren Handlungsspielraum zu optimieren und die Marke Subaru zu stärken,

haben wir entschieden, zum frühest möglichen Zeitpunkt unsere WM-Aktivitäten einzustellen", sagte Ikuo Mori, Chef des Subaru-Mutterkonzerns Fuji Heavy, an dem auch Toyota mit 8,7 Prozent beteiligt ist.

Eigentlich hätte man wegen der zuletzt ausgebliebenen Erfolge für Ende 2009 den Abschied geplant gehabt, den aber jetzt vorziehen müssen, meinte Mori auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Tokio.

"Eine Ikone in diesem Sport"

Subaru hatte in seinen insgesamt 19 Jahren in der Rallye-WM 1995, 1996 und 1997 dreimal in Folge den Markentitel gewonnen und auch dreimal den Fahrer-Weltmeister gestellt. Das Team fuhr in der Rallye-WM 47 Siege ein.

"Subarus Ausstieg aus der Rallye-WM ist ein großer Verlust, denn sie waren eine echte Ikone in diesem Sport", sagte der frühere Rallye-Chefvermarkter und Formel-1-Teamchef David Richards, dessen Firma Prodrive für den Subaru-Werkseinsatz verantwortlich war.

Richards, dessen geplante Formel-1-Rückkehr im vorigen Winter gescheitert war, richtet mit Prodrive seinen Blick dennoch auf die Zukunft.

Hoffnung auf eine Rückkehr

Ab 2010 wird die WM, die schon im nächsten Jahr nur noch 12 statt wie in dieser Saison 15 Läufe umfasst, durch das Verbot der WRC-Boliden und die Einführung von Autos auf Basis des S2000-Reglements deutlich günstiger.

"Die neuen technischen Regeln eröffnen Prodrive eine Gelegenheit, mit einem Team in die Rallye-WM zurückzukehren, das auf 24 Jahre Erfahrung und Erfolg in der Weltmeisterschaft aufbauen kann", hieß es am Dienstag in einer offiziellen Stellungnahme.

Weiterhin Unterstützung für Privatteams

Kurzfristig muss Richards allerdings viele Mitarbeiter aus dem Rallye-Bereich, der 20 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht, in andere Unternehmenszweige verschieben. Allerdings wird Prodrive weiterhin Privatteams in der Rallye-WM unterstützen.

In den letzten Jahren hat das Unternehmen rund 500 Rallye-Autos an mehr als 400 Kunden verkauft.

Auch Suzuki hatte am Montag seinen Ausstieg mit der weltweiten Wirtschaftskrise und seinen damit verbundenen Absatzproblemen begründet.

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