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Dunkle Wolken: Die IndyCar-Serie erlebt erste Konsequenzen der Finanzkrise © getty

Die IndyCar-Serie wird in der nächsten Saison um ein Rennen kürzer. Ausgerechnet MotorCity muss den schweren Verlust hinnehmen.

Von Kristof Reitemeyer

Detroit - Die weltweite Finanzkrise hinterlässt nicht nur in der Formel 1 ihre Spuren.

Die populäre amerikanische IndyCar-Serie hat auf die kritische Lage reagiert und das Rennen in Detroit für die nächste Saison komplett gestrichen.

Mit dem Traditionsrennen auf der Belle Ilse wurde ausgerechnet der "MotorCity" ihr Rennen entzogen.

Durch die Verkürzung des Rennkalenders verspricht sich die Indy Racing League (IRL) starke Kosteneinsparungen und reagiert damit vor allem auf die kritische Lage im Staat Michigan.

"Harte Zeiten"

Der Cheforganisator Bud Denker erklärte die Entscheidung wie folgt: "In Anbetracht der harten Zeiten konnten wir von den hinter dem Rennen stehenden Parteien nicht mehr Geld abverlangen."

Somit kamen alle Verantwortlichen in einem klärenden Gespräch zu dem Schluss, das Rennen zwangsläufig zu streichen.

Auch Formel 1 spürt Folgen

Die ersten Auswirkungen der generell schlechten Lage auf den Märkten hat sich bereits in der Formel 1 niedergeschlagen. Der Rückzug des Automobilkonzerns Honda aus der Königsklasse und drastische Sparmaßnahmen bei den Teams waren hier die Konsequenz (Alles zur Formel 1).

F-1-Boss Bernie Ecclestone verfolgt aber momentan noch den Weg, keine Verkürzungen im Rennkalender vorzunehmen.

Ein nötiger Schritt

Ganz im Gegenteil zur IndyCar-Serie: Vor allem für die Stadt Detroit, die unter starker Arbeitslosigkeit leidet, war diese Maßnahme ein drastischer, zeitgleich aber auch ein nötiger Schritt.

Auch Roger Penske, ein Verfechter des Rennens auf der Belle Isle musste dies einsehen: "Wir können uns in Sachen Sponsoren nicht darauf verlassen, dass positive Dinge geschehen."

"Wir wissen, wie sehr Detroit unter dem Thema Arbeitslosigkeit leidet", rechtfertigte Penske die Reaktion der IRL (Alle Motorsport-News).

Zukunft ungewiss

Die weltweite Finanzkrise fordert in den USA somit auch im Sport seine ersten Opfer. Ob es für das Rennen in Detroit einen Ersatz geben wird, bleibt abzuwarten.

Unklar ist auch, ob noch weitere Einschränkungen seitens der Verantwortlichen eingefordert werden und wie weiterhin auf die schwierige Lage reagiert wird.

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