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Der Spanier Carlos Sainz bestritt bereits 196 Rallye-WM-Rennen © getty

Der VW-Pilot gewinnt die 4. Etappe der Rallye Dakar vor Nasser Al-Attiyah. Zwei Fahrer liegen nach einem Unfall im Koma.

Neuquen - Carlos Sainz fährt bei der Rallye Dakar weiter auf Erfolgskurs. Der zweimalige Rallye-Weltmeister aus Spanien gewann im VW Race Touareg am Dienstag die 4. Etappe und baute dadurch die Führung in der Gesamtwertung aus.

Sainz siegte auf dem 459 km langen Teilstück von Jacobacci nach Neuquen in Argentinien letztlich in einem wahren "Foto-Finish". Der 46-Jährige rettete einen Vorsprung von gerade mal sechs Sekunden auf Nasser Al-Attiyah aus Katar im BMW X3 des hessischen X-Raid-Teams ins Ziel.

Sainz führt nach seinem zweiten Tagessieg das Gesamtklassement der neuen Dakar, die nach der Absage 2008 wegen Terror-Drohungen von Afrika nach Südamerika wechselte, mit einem Vorsprung von 3:46 Minuten vor Al-Attiyah an.

Luc Alphand auf Platz 3

Der frühere Ski-Weltmeister und Dakar-Sieger 2006, Luc Alphand (Frankreich), belegte am Dienstag im Mitsubishi Lancer den dritten Platz vor dem VW-Piloten Mark Miller (USA).

Der Südafrikaner Giniel de Villiers und sein deutscher Beifahrer Dirk von Zitzewitz wurden in einem weiteren VW Touareg Sechste. In der Gesamtwertung belegt das Duo mit dem Rückstand von 11:33 Minuten auf Sainz den dritten Platz.

Der frühere deutsche Rallye-Meister Dieter Depping rundete das gute VW-Ergebnis mit Rang elf ab. Rekordsieger Stephane Peterhansel (Frankreich) landete in einem weiteren Mitsubishi auf Position acht.

Unfall bei der Auftaktetappe

Wie am Dienstag bekannt wurde, hat es bei der Auftaktetappe einen schweren Unfall gegeben. Paul Green und sein Co-Pilot Matthew Harrison waren am Samstag verunglückt. Die behandelnden Ärzte bezeichneten den Zustand beider Fahrer als ernst, sie sollen bis Donnerstag im künstlichen Koma bleiben.

Green erhielt schwere Schläge auf Brustkorb und Rücken und wird seit drei Tagen beatmet. In der Vergangenheit war die Dakar immer wieder von tödlichen Unfällen erschüttert worden.

530 Teilnehmer stellen sich den Extremen

Insgesamt stehen bei der Dakar 9578 Kilometer durch Argentinien und Chile auf dem Programm.

Die Rallye endet nach 14 Etappen über unterschiedlichstes Terrain mit zwei Anden-Überquerungen und einer Passage durch die extrem trockene Atacama-Wüste am 18. Januar ebenfalls in Buenos Aires.

530 Teilnehmer auf Autos, Motorrädern, Trucks und Quads stellen sich der Herausforderung. Die Strecke führt auf eine Höhe von bis zu 4700 Metern.

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