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Al-Attiyah baute seine Gesamtführung auf der sechsten Etappe weiter aus © SPORT1

Der gesamtführende BMW-Pilot aus Katar gewinnt die sechste Etappe - weil er allerdings abkürzt, wird nachträglich disqualifiziert.

Mendoza - Der Gesamtführende Nasser Al-Attiyah aus Katar ist von der Rallye Dakar ausgeschlossen worden.

Wie die Nachrichtenagentur "afp" unter Berufung auf die Rennkommission berichtete, wurde der BMW-Pilot nach seinem Tagessieg disqualifiziert, weil er auf der sechsten Etappe von San Rafael nach Mendoza in Argentinien einen versteckten Wegpunkt der Etappe nicht passiert hatte.

Al-Attiyah hatte dies am frühen Abend bereits eingestanden und damit erklärt, dass sein Motor heiß gelaufen sei und er so zu Abkürzungen gezwungen sei.

Somit wird der Südafrikaner Giniel de Villiers mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz (Karlshof) im VW Race Touareg zum Etappensieger und übernimmt auch die Führung in der Gesamtwertung.

Alphand gibt auf

Derweil hat der frühere Sieger Luc Alphand bereits aufgeben müssen. Der französische Sieger von 2006 stieg wegen Krankheit seines Beifahrers Gilles Picard aus.

Picard wurde in ein Krankenhaus gebracht, befindet sich nach Angaben eines Mitsubishi-Sprechers aber in wenig bedenklichem Zustand.

Für Mitsubishi ist der Ausfall Alphands, der zum Zeitpunkt des Ausstiegs Rang acht belegte, ein weiter Rückschlag.

Coma dominiert weiterhin

Hintergrund: Schon der zweimalige Sieger Hiroshi Masuoka musste nach der ersten Etappe wegen technischer Probleme passen.

Die Tageswertung bei den Motorrädern gewann der Franzose Cyril Despres (KTM).

Sein spanischer Markenkollege Marc Coma hat nach Rang zwei aber weiterhin mehr als 40 Minuten Vorsprung auf die Konkurrenz.

Klarheit über Todesfall

Klarheit herrscht mittlerweile über die Todesursache beim französischen Motorrad-Piloten Pascal Terry, der infolge eines Lungenödems verstarb. Das teilte die Polizei der Region LaPampa am Mittwoch nach der Obduktion des 49-Jährigen mit.

"Das Lungenödem hat zu einem Atmungs- und Herzstillstand geführt. Er hätte gerettet werden können, wenn er rechtzeitig geborgen worden wäre", erklärte La Pampas Polizeichef Julio Acosta. Über die Ursache des Lungenödems machten die Behörden keine Angaben.

Konsequenzen drohen

Acostas Ausführungen könnten die Organisatoren in Schwierigkeiten bringen. Nachdem Terry bereits seit Sonntag vermisst worden war, hatten die Dakar-Planer die Suche nach dem Yamaha-Piloten erst zu Wochenbeginn eingeleitet. Der Suchaktion waren zwei vergebliche Versuche zur Kontaktaufnahme vorausgegangen.

Terry ist das erste Todesopfer bei dem laufenden Marathon-Klassiker. Seit der Premiere 1979 verloren 54 Menschen ihr Leben bei dem berüchtigten Rallye-Spektakel. Die Etappe am Donnerstag wurde nach einem schweren Unwetter am Vortag dagegen um zwei Stunden verschoben, die Sonderprüfung von 395 auf 178 Kilometer verkürzt.

Am Freitag erreicht der Dakar-Tross Chile. Auf den insgesamt 816 Kilometern zwischen Mendoza und Valparaiso werden in den Anden über 3000 Höhenmeter erreicht.

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