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Weltmeister Carlos Sainz liegt mit seinem VW auf dem zweiten Platz © getty

VW peilt einen historischen Sieg an, liegt gleich mit drei Autos an der Spitze. Für den Seriensieger läuft es eher enttäuschend.

Mendoza - Eine dreifache Führung vor dem Ruhetag - das große Ziel, mit dem ersten Diesel-Sieg Geschichte zu schreiben, hat Volkswagen zur Halbzeit der Rallye Dakar unverändert fest im Visier.

"Wir sind sehr zufrieden, bisher läuft fast alles nach Plan", sagt VW-Sportchef Kris Nissen, doch der Däne weiß auch:

"Die schwersten Etappen kommen noch. Wir haben noch gar nichts gewonnen und müssen weiterhin konzentriert bleiben und hart arbeiten."

Auf der 7. von 14 Etappen erfolgte ein werksinterner Führungswechsel.

Der zweimalige Weltmeister Carlos Sainz (Spanien) mit Co-Pilot Michel Perin (Frankreich) übernahm durch seinen dritten Tagessieg im Race Touareg auf dem 243 Kilometer langen Teilstück von Mendoza in Argentinien nach Valparaiso in Chile Platz eins in der Gesamtwertung.

Neun Sekunden zurück liegt der Südafrikaner Giniel de Villiers mit seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz, Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) folgen auf dem dritten Rang. Ihr Rückstand beträgt 13:53 Minuten.

Nicht mehr als ein Zwischenergebnis

"Das ist ein schönes Zwischenergebnis, mehr nicht", sagt Dirk von Zitzewitz: "Während man früher bei der Rallye Dakar sich von Etappe zu Etappe eingewöhnen konnte, sind wir hier in Südamerika vom ersten Tag komplett gefordert. Schon die erste Woche ist ungewöhnlich hart. Und es wird noch härter."

Auf Platz zwei und drei folgen der zweimalige Weltmeister Carlos Sainz (Spanien) mit Co-Pilot Michel Perin (Frankreich) sowie Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika)

Gnadenlos harte Rallye

Südamerika statt Afrika - der Kontinenten-Wechsel hat am Charakter der legendären Rallye Dakar nichts geändert.

Sie ist unerbittlich, gnadenlos hart, extrem. Das haben die meisten der 530 gestarteten Teilnehmer bereits erfahren müssen.

Auch im prestigeträchtigen Duell der Hersteller zwischen VW, Mitsubishi und dem X-Raid-BMW-Team hat die Dakar ihre Spuren hinterlassen.

Mitsubishi verlor gleich beim Start den ersten der vier neuen Racing Lancer mit Hiroshi Mauoka (Japan) durch einen Defekt am neuen Dieselmotor.

Seriensieger abgeschlagen

Auf der sechsten Etappe kam das Aus für Ex-Ski-Star Luc Alphand (Frankreich). Sein Beifahrer Gilles Picard kollabierte erschöpft , nachdem Alphand den Mitsubishi in einem Sumpfloch versenkt hatte.

Auch dem neunmaligen Dakar-Sieger Stephane Peterhansel half all seine Erfahrung nicht, als er sich auf der fünften Etappe - ebenso wie VW-Star Sainz - vehement überschlug und mit einem Motorschaden ausschied.

Teamkollege Nani Roma (Spanien) und Peterhansel sind auf den Plätzen vier und fünf das Verfolgerduo des führenden VW-Trios, wenn auch schon mit einer halben Stunde Rückstand.

Disqualifikation nach Abkürzen

Einen Schock musste das Team von Sven Quandt hinnehmen. Wegen Motorproblemen kürzte Nasser Al-Attiyah (Katar) am Donnerstag die Strecke ab und ließ dabei mehrere Kontrollpunkte aus, was zum Ausschluss führte (Erst Sieg, dann Disqualifikation) .

Dabei hatte der 38-Jährige, 2004 Olympia-Vierter im Tontaubenschießen, am Mittwoch nach seinem Auftakterfolg zum zweiten Mal die Führung erobert und sich als härtester Widersacher der Wolfsburger erwiesen.

Bei VW konzentriert sich das Pech bisher auf Dieter Depping und Timo Gottschalk. Das Duo fiel durch Defekte zweimal weit zurück, hat auf Rang elf schon mehr als vier Stunden Rückstand.

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