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Für die Motorradfahrer sind die Rallyes in der Wüste eine besonders gefährliche Angelegenheit © imago

Wieder überschattet ein schwerer Unfall die Rallye Dakar. Derweil beweist VW-Pilot Sainz auf der 10. Etappe seine Stärke.

Copiapo - Ein schwerer Unfall hat die zehnte Etappe der Rallye Dakar überschattet.

Der spanische Motorradfahrer Cristobal Guerrero fiel nach einem schweren Sturz auf dem 466 km langen Teilstück durch die chilenische Atacama-Wüste ins Koma.

Der 48 Jahre alte KTM-Pilot musste ins "Hospital Regional" des Start- und Zielorts Copiapo eingeliefert werden.

Sainz gewinnt "Königsetappe"

Auf der "Königsetappe" stellte Volkswagen-Pilot Carlos Sainz in den Sanddünen der chilenischen Atacama-Wüste seine Dominanz erneut eindrucksvoll unter Beweis.

Auf dem Teilstück, das aufgrund der zu geringer Tragfähigkeit des Wüstensandes von den Organisatoren auf 466 Kilometer verkürzt worden war, gelang dem Spanier auf dem zehnten Teilabschnitt der sechste Tagessieg.

Zweiter wurde der lange führende Amerikaner Robby Gordon (Hummer) mit 21 Sekunden Rückstand. Platz drei belegte Gordons Landsmann Mark Miller, der als Zweiter in der Gesamtwertung nun bereits 27:31 Minuten Rückstand auf seinen Markenkollegen Sainz vorweist.

Depping verliert Zeit

Die deutsche VW-Hoffnung Dieter Depping verlor dagegen durch einen Unfall erneut Zeit. B

eim überqueren einer Sanddüne rutschte er ausgerechnet auf den Honda des deutschen Teams Matthias Kahle/Thomas Schünemann. Beide Duos konnten aber weiterfahren.

Motorräder: Viladoms feiert Tagessieg

Bei den Motorradfahrern verteidigte der Spanier Marc Coma (KTM) trotz eines Navigationsfehlers seinen Spitzenplatz in der Gesamtwertung.

Beim Tagessieg seines Landsmanns Jordi Viladoms (KTM) kam Coma mit 12:17 Minuten Rückstand ins Ziel.

11. Etappe abgesagt

Unterdessen haben die Organisatoren die 11. Etappe am Mittwoch zwischen Copiapo (Chile) und Fiambala (Argentinien) wegen schlechter Wetterprognosen abgesagt.

Bereits das 10. Teilstück war aufgrund von Nebel mit zweieinhalbstündiger Verspätung gestartet worden.

Mehrere Todesfälle in diesem Jahr

Bei Kilometer 160 soll sich laut Informationen der Organisatoren um 12:48 Uhr Guerreros "Iritrack" aktiviert haben. 18 Minuten später soll der Rettungshubschrauber beim 76. der Gesamtwertung gelandet sein.

Bei der diesjährigen Auflage der Rallye, die erstmals in Südamerika stattfindet, waren zuvor der französische Motorradfahrer Pascal Terry sowie zwei peruanische Fahrer eines Transportfahrzeugs tödlich verunglückt.

Insgesamt hat die Rallye Dakar seit ihrer ersten Auflage 1978 56 Menschen das Leben gekostet.

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