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Ausnahmezustand in Oschersleben: Qualmende Boliden und johlende Fans © getty

Große Show beim SPORT1 Trackday: Ein Auspuff fliegt weg, der Finder vergisst alle Vorsicht. Die Stucks geben im Taxi Gas.

Aus Oschersleben berichtet Hardy Heuer

Oschersleben - Großer Jubel geht durch die Ränge beim SPORT1-Trackday 2012. Ein getunter VW Golf hat gerade die Ziellinie überquert. In nur 6,0 Sekunden rauschte er die 1/8 Meile entlang, sein Auspuff am Limit und ohrenbetäubend laut. Ein Fest für jeden Motorsport-Fan.

Mehr Applaus und Begeisterung gab es nur für einen Kollegen, dessen Auspuff sich komplett verabschiedet hatte und durch die Gegend geschleudert war. Dies brachte das Safety Car auf den Plan. Doch wo war der Auspuff nur?

Nach zweimaligem Abfahren der Strecke und großer Mithilfe des Publikums fand das Streckenpersonal endlich die richtige Stelle.

Besser mit Handschuhen

Damit war das Problem aber noch nicht gelöst. Mit der blanken Hand wollte der Streckenposten das kaputte Teil aufheben - sehr waghalsig.

Und schon hatte er sich die Hand verbrannt und die Lacher auf seiner Seite. Mit Handschuhen konnte der Auspuff schließlich von der Strecke entfernt werden. Hinterher ist man bekanntlich immer schlauer.

Beim SPORT1 Trackday mangelte es wahrlich nicht an Unterhaltung. Vor allem die rasanten Rennen über die 1/8 Meile taten es den Zuschauern an. Immer wieder gab es auf der Tribüne großes Staunen über die Lautstärke und den qualmenden Rauch, den die PS-starken Wagen verursachten.

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Gold-Bolide am Abschlepphaken

Dabei übernahm sich allerdings ein Kandidat. Bereits im Vorlauf war er nah dran, die Kontrolle über seinen vergoldeten Boliden zu verlieren. (SPORT1 Trackday 2012 auf Facebook).

Im zweiten Durchgang war es die Konsequenz des zu hohen Risikos. Wieder trieb er seinen getunten Wagen ans Limit und kam diesmal von der Strecke ab. Der Einschlag in die Mauer war zwar gering, Krankenwagen und Streckenposten machten sich dennoch auf den Weg zur Unfallstelle.

Der Teilnehmer kam ohne Schaden davon, sein Auto nicht. Mit großer Mühe zog der Abschleppdienst das im Rasen feststeckende Gefährt von der Strecke.

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Schadlos, aber chancenlos

Auch die Ludolfs mischten beim 1/8 Meilen Rennen mit und wollten es allen zeigen, sorgten sich zuvor aber ein wenig um ihren Bruder Uwe.

"Der Wagen hält durch. Ob der Uwe durchhält, das weiß ich nicht", scherzte Fahrer Manni auf SPORT1-Nachfrage, wie stark ihr Bolide denn ist.

Uwe und der Wagen hielten sich schadlos, die Ludolfs waren aber chancenlos, wohl auch dem Gesamtgewicht ihres Autos geschuldet.

Die Stucks chauffieren Contest-Sieger

Über Sieg oder Niederlage mussten sich die Rennfahrer-Brüder Johannes und Ferdinand Stuck hingegen keine Sorgen machen.

Sie kurvten mit glücklichen Gewinnern des Show Shine-Contests in ihrem Renn-Taxi über die Anlage.

Wer die Stucks kennt, weiß aber, dass sie es nicht langsam angehen lassen können. Der eine oder andere Beifahrer wird sich über das temporeiche Taxi etwas gewundert und seinen Gewinn bereut haben.

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