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Sebastien Loeb und Daniel Elena bauen ihren Vorsprung in Trier weiter aus © getty

Bei der Deutschland-Rallye fährt der Weltmeister der Konkurrenz davon. Ein Italiener steht vor einer fünfmonatigen Zwangspause.

Trier - Weltmeister Sebastien Loeb ist bei der Deutschland-Rallye auf dem Weg zu seinem siebten Sieg scheinbar nicht zu stoppen.

Der 34-jährige Franzose aus dem Elsass, der bislang alle sechs WM-Läufe in Deutschland gewann, baute am zweiten Tag des 10. von 15 WM-Läufen seinen Vorsprung souverän aus.

Vor den letzten fünf Prüfungen am Sonntag liegt "Super-Seb" in seinem Citroen C4 40,3 Sekunden vor seinem Teamkollegen Dani Sordo aus Spanien.

Erst auf Rang vier folgt der WM-Spitzenreiter Mikko Hirvonen aus Finnland im Ford Focus, der schon 1:48,2 Minuten Rückstand auf Loeb hat.

Die Gesamtführung vor Augen

Sollte Loeb am Sonntag in Trier, wo die Zuschauerprüfung "Circus maximus" rund um die Porta Nigra diesmal den Abschluss der Rallye bildet, erneut triumphieren, würde er auch in der WM-Gesamtwertung wieder die Führung übernehmen. Zurzeit liegt er mit 66 Zählern noch einen Punkt hinter Hirvonen.

Sollte Loeb am Ende des Jahres zum fünften Mal in Folge den WM-Titel holen, wäre er alleiniger Rekordhalter.

Auf vier Titel kommen bislang noch die beiden Finnen Juha Kankkunen (1986, 1987, 1991, 1993) und Tommi Mäkinen (1996 bis 1999).

"Herr im Hause"

Nachdem er bereits am ersten Tag alle sechs Bestzeiten geholt hatte, dominierte Loeb auch die zweite Etappe auf der berüchtigten Panzerplatte des Truppenübungsplatzes Baumholder nach Belieben und musste nur in der letzten Prüfung des Tages Sordo knapp den Vortritt lassen.

"Ich wollte von Anfang an zeigen, wer hier Herr im Hause ist. Es läuft einfach fantastisch", sagte Loeb.

Sein WM-Rivale Hirvonen, der am Freitag noch Zweiter war, war zunächst am Samstag auf den dritten, auf der letzten Prüfung des Tages dann nach einem Reifenschaden sogar auch noch hinter den Belgier Francois Duval in einem Ford Focus des Stobart-Teams (1:44,3 Minuten zurück) abgerutscht.

Fünf Monate Zwangspause

Duvals Teamkollege Gigi Galli muss unterdessen eine fünfmonatige Zwangspause einlegen.

Der Italiener hatte sich bei einem Unfall am Freitag einen Unterschenkelbruch zugezogen und war in ein Krankenhaus in Trier eingeliefert worden.

Der Berliner Aaron Burkart (18:40,1 Minuten zurück) hat sich mit seinem Citroen C2 in der Junior-WM-Wertung auf den zweiten Platz nach vorne geschoben. Sein Rückstand auf den führenden Franzosen Sebastien Ogier beträgt aber mehr als dreieinhalb Minuten.

Gassner bester Deutscher

Dagegen ist Florian Niegel (Bayreuth/38:49,2) im Suzuki Swift bei den Junioren vom fünften auf den zehnten Rang zurückgefallen.

Bester Deutscher in der Gesamtwertung ist der deutsche Meister Hermann Gassner (Surheim/16:48,1) in einem Mitsubishi Lancer auf Rang 23, zwei Plätze vor Burkart.

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