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Jörg Müller vollführt beim Saisonstart der Tourenwagen-WM eine tolle Aufholjagd © getty

Beim Saisonauftakt der Tourenwagen-WM in Brasilien beschert der BMW-Werksfahrer seinem Arbeitgeber einen kleinen Lichtblick. Seat dominiert.

Curitiba - BMW-Werksfahrer Jörg Müller (Hückelhoven) hat beim Saisonstart der Tourenwagen-WM im brasilianischen Curitiba mit einer phänomenalen Aufholjagd im zweiten Rennen seinem Arbeitgeber BMW einen kleinen Lichtblick beschert.

Unterdessen feierte der große Rivale und Titelverteidiger Seat zwei überlegene Vierfach-Triumphe. Müller konnte im ersten Lauf an fünfter Stelle liegend nach einer unverschuldeten Kollision nicht mehr in den Kampf um die Punkteränge eingreifen.

Mit Wut im Bauch kämpfte sich der 39-jährige Rheinländer dann auf regennasser Strecke noch bravourös bis auf Rang fünf nach vorne.

Damit war Müller bester BMW-Pilot und wurde mit vier WM-Punkten belohnt.

Aufholjagd, die gut tut

"Nach der Enttäuschung im ersten Rennen tut eine Aufholjagd wie die im zweiten Lauf natürlich gut. Wir haben mit der Abstimmung des Autos bei den schwierigen Bedingungen goldrichtig gelegen", sagte Müller.

Bei seinem tollen Husarenritt wäre fast noch der Sprung auf das Podest gelungen: "Hätte das Rennen etwas länger gedauert, wäre es für mich sicher noch weiter nach vorn gegangen. Deshalb bin ich insgesamt zufrieden."

Die ersten vier Plätze machte allerdings ein Seat-Quartett unter sich aus.

Muller und Tarquini glänzen

Weltmeister Yvan Muller (Frankreich) im ersten und der frühere Formel-1-Pilot Gabriele Tarquini (Italien) im zweiten Rennen wiederholten ihre letztjährigen Auftaktsiege an gleicher Stelle und feierten den siebten (Muller) bzw. achten WM-Erfolg (Tarquini). (Alle Motorsport-News)

Nach jeweils einem vierten Platz führt das Seat-Duo (15) die Gesamtwertung an.

Mit nur einem Punkt Rückstand (14 Zähler) folgen ihre Teamkollegen Jordi Gene (Spanien) und Rickard Rydell (Schweden), die je einmal Zweiter und Dritter wurden.

Seats Turbodiesel dominiert

Die Turbodiesel von Seat dominierten damit noch stärker als im Vorjahr den Saisonauftakt und waren nach Aussage von BMW-Sportleiter Friedhelm Nohl "unschlagbar". 50911(Diashow: Rallye Dakar 2009)

Die nächsten beiden Sprintrennen steigen am 22. März in Puebla/Mexiko statt. Dort hatte Seat im vergangenen Jahr in Lauf zwei sogar einen historischen Sechsfach-Triumph gefeiert.

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