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Jörg Müller war von 1997-2001 Testfahrer für verschiedene Formel-1-Teams © getty

Dass ihn ein Italiener beim WTCC-Lauf in Puebla zum wiederholten Male von der Piste schießt, bringt den BMW-Piloten auf die Palme.

Puebla - Nach dem Rammstoß seines Konkurrenten Gabriele Tarquini und dem verpassten möglichen Triumph war BMW-Werksfahrer Jörg Müller stocksauer.

"Zum wiederholten Mal ist er mir ins Auto gefahren und hat ein Rennen, bei dem ich sogar Siegchancen hatte, ruiniert", schimpfte der 39-Jährige auf den Italiener.

Dabei hatte sich Müller im siebten Anlauf zuvor immerhin erstmals bei einem Rennen zur Tourenwagen-WM im mexikanischen Puebla Punkte erkämpft.

Im 100. WM-Lauf der Geschichte kämpfte sich Jörg Müller im Schnitzer-BMW 320si von Startplatz sieben aus bis auf Rang fünf nach vorne und sicherte sich damit vier WM-Zähler. Nie zuvor war er in Puebla in den Punkten gelandet.

Einspruch von Tarquini

Im zweiten Lauf wurde Müller an zweiter Stelle liegend vom früheren Formel-1-Piloten Tarquini (Seat) von der Strecke befördert und musste sich nach einer Aufholjagd von Platz 21 aus letztendlich mit Rang 13 begnügen.

Tarquini, der sich als Achter noch einen WM-Punkt sicherte, wurde mit einer 30-Sekunden-Zeitstrafe belegt.

Gegen die Entscheidung der FIA-Kommissare legte Tarquinis Seat-Team sogar Einspruch ein.

Rydell ganz vorn

Unterdessen gab es im dritten WM-Rennen dieser Saison in Rickard Rydell auch den dritten Sieger.

Der Schwede setzte sich in seinem Seat Leon Turbodiesel mit 1,508 Sekunden Vorsprung gegen den Trainingsschnellsten Augusto Farfus (Brasilien) im zweiten Schnitzer-BMW 320si durch.

Mit seinem fünften WM-Erfolg bescherte Rydell seinem Arbeitgeber Seat zudem den 25. WM-Sieg seit dem Einstieg der VW-Tochter in die WM 2005.

Zanardi erneut in den Punkten

Anschließend sorgte Titelverteidiger Yvan Muller mit seinem zweiten Saisonsieg für den 26. WM-Erfolg der Iberer.

Bei seinem insgesamt achten WM-Sieg konnte sich der Franzose knapp gegen den früheren dreimaligen britischen Champion Andy Priaulx (BMW) sowie Rydell und Farfus durchsetzen.

Der beinamputierte Italiener Alessandro Zanardi fuhr in seinem BMW 320si als Sechster erstmals in dieser Saison in die Punkteränge.

Muller führt in der Gesamtwertung

In der Gesamtwertung verteidigte Muller bei Punktgleichheit (30 Zähler) mit Rydell aufgrund der Anzahl an Siegen (2:1) die Tabellenführung.

Während sich Farfus mit 20 Punkten auf Rang drei verbesserte, fiel Müller (8) um eine Position auf Platz sieben zurück. Seat baute mit vier Siegen in vier Rennen die Führung in der Herstellerwertung vor BMW (67:49) aus.

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