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Tom Kristensen fuhr in seinem 51. DTM-Rennen den vierten Sieg ein © getty

Dem 41-Jährigen nutzt das Pech eines Teamkollegen beim Auftaktrennen in Hockenheim. Der beste Silberpfeil fährt auf Platz fünf.

Hockenheim - Triumphfahrt für Audi, Debakel für Mercedes, Dachschaden bei Ralf Schumacher.

Mit dem Sieg von "Oldie" Tom Kristensen vor drei Teamkollegen haben die Ingolstädter in Hockenheim das 100. Rennen seit der Neugründung der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft dominiert (Audi bekennt sich zur DTM).

Fast hätte Audi zum Auftakt der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Firmenjubiläum sogar einen Fünffachtriumph gefeiert, doch der Schwede Mattias Ekström verlor seinen greifbar nahen 14. DTM-Erfolg zwei Runden vor Schluss durch einen Reifenschaden und wurde am Ende nur Siebter.

Abschied zum Saisonende

"Es tut mir leid für Mattias. Er hätte den Sieg verdient gehabt", sagte der 41 Jahre alte Le-Mans-Rekordsieger Kristensen, der am Freitag seinen Rückzug aus der DTM zum Saisonende angekündigt hatte. (Der Rennkalender 2009)

An den Titel zum Abschied denkt er aber noch nicht. "Das wäre sicher ein Traum, aber ich schaue nur von Rennen zu Rennen", meinte er.

"Ein gutes Omen"

Für Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich, der nach den Titelgewinnen von Ekström 2007 und Scheider 2008 den Hattrick anpeilt, war "so ein gutes Rennen ein gutes Omen für die Saison".

Er hatte aber auch Mitleid mit dem zweimaligen DTM-Champion Ekström: "Schade für ihn, denn er hatte das Rennen eigentlich dominiert." (Audi lässt fünffach aufhorchen)

Debakel für Mercedes

Mercedes dagegen erlebte ein Debakel. Vize-Meister Paul di Resta (Großbritannien) war als bester Stern-Pilot Fünfter.

Der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher (Kerpen), der in einen aktuellen Mercedes aufgestiegen ist, kam als Neunter ebenso nicht in die Punkte wie Gary Paffett (Großbritannien) und Bruno Spengler (Kanada), die vorzeitig ausschieden.

"Das war nicht unser Wochenende. Unsere ganze Flotte war nicht gut genug", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Wir müssen das jetzt abhaken und in zwei Wochen einen viel besseren Job machen."

Mitleid von Ullrich

Sogar Ullrich hatte ein bisschen Mitleid: "Ich bin nicht glücklich, dass Mercedes gar nicht ins Rollen kam. Sie hatten aber viel Pech, und ich weiß, dass sie sich wieder aufrappeln werden."

Schumacher hatte gleich in der ersten Runde einen Dachschaden erlitten, als die wegfliegende Motorhaube seines Teamkollegen Paffett das Dach seiner C-Klasse heftig verbeulte.

Während der folgenden Safety-Car-Phase wurde sein Auto aber schnell ausgebeult, sodass er als Letzter ohne Rundenrückstand dem Feld hinterherfahren konnte. Für einen Punkteplatz reichte es trotz einer Aufholjagd aber nicht mehr.

"Kleiner Beigeschmack"

Für Le-Mans-König Kristensen (8 Siege) war sein vierter DTM-Erfolg eine kleine Entschädigung für den verpassten Erfolg 2006 in Brands Hatch, als er in Führung liegend ausschied und Ekström gewann.

"Ein kleiner Beigeschmack ist allerdings schon dabei", meinte der Däne: "Aber ein Sieg ist ein Sieg, und zehn Punkte sind zehn Punkte."

Auch Scheider war letztlich zufrieden. "Vielleicht ist es ein gutes Zeichen, dass ich hier wie im letzten Jahr Zweiter geworden bin", sagte der Titelverteidiger.

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