vergrößernverkleinern
Timo Scheider sicherte sich in der vergangenen Saison seinen ersten DTM-Titel © getty

Scheider erobert Startplatz eins, Eckström steht direkt dahinter. Schumacher vergibt eine gute Position durch ein Missgeschick.

Nürnberg - Timo Scheider hat den Reifen-Poker im Qualifying auf dem Norisring gewonnen und sich beim dritten Lauf der DTM in Nürnberg die erste Pole Position im Jahr 2009 gesichert.

Der Titelverteidiger im Audi A4 geht nach der vom drohenden Regen bestimmten Jagd nach der Bestzeit am Sonntag (Rennen, So., ab 14 Uhr LIVE) als Erster auf den 2,3 km langen Stadtkurs.

Team-Kollege Mattias Ekström (Schweden) vergrößerte als Zweiter die Hoffnungen von Audi auf einen "Heimsieg". (Der Rennkalender 2009)

Ralf Schumacher verbaute sich die Chance auf den ersten Kampf um die Pole Position mit einem Fehler.

Spektakulärer Zwischenfall im Training

Der ehemalige Formel-1-Pilot hatte im dritten Durchgang die erlaubte Anzahl von acht um zwei Runden überschritten.

Der Mercedes-Pilot wurde vier Stunden nach Ende des Qualifyings von Platz vier auf Rang acht zurückgestuft.

Zuvor hatte ein spektakulärer Zwischenfall für eine zweistündige Unterbrechung des ersten freien Trainings am Morgen gesorgt.

Ein Hydrantendeckel auf der Start/Ziel-Geraden hatte sich durch den unter den DTM-Boliden herrschenden Unterdruck gelöst und lag plötzlich mitten auf der Fahrbahn.

Winkelhock nicht beim Qualifying

Audi-Pilot Markus Winkelhock fuhr mit 244 km/h über den rund 15 kg schweren Deckel und hatte viel Glück, denn das Hindernis durchschlug den Unterboden des A4 und beschädigte die Sitzkiste, eine Bremsleitung und eine Radaufhängung, doch der 29-jährige Winkelhock blieb unverletzt.

Die durch die Luft fliegenden Teile verfehlten einen Streckenposten nur knapp, Zuschauer befanden sich nicht in diesem Bereich.

Der Audi wurde so stark beschädigt, dass Winkelhock nicht am Qualifying teilnehmen konnte. In der Pause wurde der Deckel neu verschraubt und verschweißt.

Erinnerungen an Schanghai

Vor fast fünf Jahren, am 18. Juli 2004, hatte ein ähnlicher Zwischenfall bei der DTM-Premiere in Schanghai/China sogar für einen Rennabbruch gesorgt.

Damals war Mercedes-Pilot Bernd Mayländer über einen Gullydeckel gefahren, anschließend durch die Luft geflogen und in einer Betonmauer gelandet. Sein Auto wurde schwer beschädigt, er selbst blieb unverletzt.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel