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Im Jahr 2008 wurde Timo Scheider zum ADAC-Motorsportler des Jahres gewählt. © imago

Der Titelverteidiger feiert seinen ersten Saisonsieg. Paffet kann seine Gesamtführung nach einer Aufholjagd verteidigen.

Oschersleben - Nach dem Teamorder-Skandal hat sich Audi auf der Rennstrecke eindrucksvoll zurückgemeldet und in Oschersleben den 50. Sieg mit einem DTM-Auto eingefahren (Qualifying: Audi dominiert in Oschersleben).

Titelverteidiger Timo Scheider (Braubach), Mattias Ekström (Schweden) und Martin Tomczyk (Rosenheim) bescherten den Ingolstädtern nach den Buhrufen zuletzt in Zandvoort einen umjubelten Dreifacherfolg.

Der Brite Gary Paffett behauptete durch Platz fünf im Mercedes nach dem 5. von 10 Läufen die Führung in der Gesamtwertung (DATENCENTER: Der Gesamtstand).

Ein Punkt fehlt noch

"Danke Jungs, wir sind wieder zurück. Ihr seid unglaublich", sagte der 30-Jährige Scheider noch in der Auslaufrunde über Funk zu seinem Abt-Team: "Im letzten Rennen habe ich nach eineinhalb Jahren erstmals wieder die Gesamtführung verloren, das hatte natürlich geschmerzt. Aber jetzt rechne ich wieder mit der Meisterschaft."

Während Ekström, der am Freitag nachträglich wegen verbotener Teamorder für das Rennen in Zandvoort vom zweiten auf den dritten Platz zurückgestuft worden war, nach Punkten mit dem britischen Mercedes-Piloten Paffett gleichzog (beide 28), liegt Scheider (27) nach seinem ersten Saisonsieg jetzt nur noch einen Punkt zurück.

Für den Meister, der im Vorjahr in Oschersleben seinen ersten DTM-Sieg überhaupt gefeiert hatte, war es der insgesamt vierte Erfolg und der erste seit dem erfolgreichen Saisonfinale 2008 in Hockenheim.

Mehr war nicht drin

Paffett, der von Startplatz zwölf noch bis auf Rang fünf hinter seinem Mercedes-Kollegen und Landsmann Paul di Resta vorfuhr, war zufrieden. "Wir wussten, dass es schwierig würde. Aber so im Rennen zu bleiben, ist fantastisch", meinte der Brite, der aufgrund der Mehrzahl der Siege gegenüber Ekström (2:0) die Führung behauptete.

"Perfekt, mehr ging nicht mit dem Zusatzgewicht", meinte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Auch Ekström, von Platz vier gestartet, war glücklich, "als Zweiter auf einem reinen Audi-Podium zu stehen". Für Audi war es passend zum 100-jährigen Firmenbestehen inklusive zweier Erfolge bei Einladungsrennen der 50. Sieg.

Zeitstrafe für Kristensen

Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen hatte seine Pole Position vor vier Audi-Kollegen bereits am Start selbst weggeworfen. Weil er in der Startbox zu weit nach vorne gefahren war, erhielt er eine Durchfahrtstrafe, die ihn ans Ende des Feldes zurückwarf.

Am Ende erkämpfte er sich als Achter wenigstens noch einen Punkt.

Der frühere Formel-1-Pilot Ralf Schumacher unterdessen ging im Mercedes als Elfter zum vierten Mal im fünften Rennen leer aus.

BMW bleibt ein Thema

Vor dem Rennen hatten die DTM-Verantwortlichen die Weichen für die kommende Saison gestellt. 2010 wird mit den gleichen Autos wie in diesem Jahr gefahren. Erst für 2011 ist dann die Einführung eines komplett neuen Reglements vorgesehen, um möglichen Interessenten einen Einstieg in die DTM zu ermöglichen.

Nach dem Ausstieg aus der Formel 1 zum Jahresende ist eine mögliche Rückkehr von BMW ein heißes Thema.

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