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Timo Scheider bestritt 2000 auf dem Hockenheimring sein erstes DTM-Rennen © imago

Der Audi-Pilot baut durch seinen Sieg beim 8. DTM-Lauf in Barcelona seinen Vorsprung auf die Verfolger weiter aus.

Barcelona - Nach einem Raketenstart ist Timo Scheider in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft der Titelverteidigung einen ganz großen Schritt näher gekommen.

Der 29-Jährige krönte die Audi-Fiesta in Barcelona mit seinem zweiten Saisonsieg und baute die Führung in der Gesamtwertung bei nur noch zwei ausstehenden Rennen weiter aus (DATENCENTER: Der Rennkalender).

"Das waren ganz wichtige Punkte, jetzt kann ich entspannt in die letzten beiden Rennen gehen", sagte Scheider, er warnte aber auch: "Wir dürfen jetzt nicht abheben und müssen konzentriert bleiben, denn in der DTM kann immer sehr viel passieren."

Haug: "Meisterschaft ist gelaufen"

Doch die Rivalen haben keine Hoffnung mehr. "Die Meisterschaft ist gelaufen", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Jetzt geht es für die Stuttgarter nur noch um Schadensbegrenzung.

"Wir wollen auf jeden Fall noch zwei gute Rennen abliefern", meinte Haug.

Duo macht Dreifachsieg perfekt

Tom Kristensen (Dänemark) und Martin Tomczyk sorgten auf den Plätzen zwei und drei für einen Audi-Dreifacherfolg auf dem spanischen Grand-Prix-Kurs.

Bester Mercedes-Pilot war Gary Paffett auf Rang vier. Damit dürfte sich der Brite aber vorzeitig auf dem Meisterschaftsrennen verabschiedet haben. Denn als Gesamtdritter liegt Paffett beinahe aussichtslose 14 Zähler hinter Scheider zurück (39:53).

Zum Gratulieren noch zu früh

Scheiders schärfster Verfolger ist Teamkollege Mattias Ekström, der allerdings auch schon 12 Punkte zurückliegt.

Der Schwede belegte hinter Mercedes-Pilot Bruno Spengler (Kanada) Rang sechs.

Wolfgang Ullrich wollte aber von der Meisterschaft noch nichts wissen. "Das war ein großer Schritt, aber zum Gratulieren ist es noch zu früh", sagte der Audi-Sportchef und lobte das Team: "Ein perfektes Wochenende, alle haben fehlerfrei gearbeitet."

Raketenstart ist der Schlüssel zum Erfolg

Der Schlüssel zum Sieg war Scheiders Start. Von Position sechs raste er an allen vorbei und setzte sich an die Spitze. "Das war ja echt granatenmäßig", sagte Scheider: "Das war etwas Glück und viel Hilfe von meinem Teamkollegen."

Clever und abgezockt behauptete er danach auf der Rennstrecke die Führung. Den zuvor einzigen Sieg in dieser Saison hatte der Audi-Pilot am 2. August in Oschersleben eingefahren.

Schumacher mit Aufholjagd

Ralf Schumacher rollte das Feld von hinten auf. Der ehemalige Formel-1-Pilot, der nach einem Motorenwechsel auf der letzten Reihe starten musste, fuhr in seiner Mercedes C-Klasse noch bis auf den 13. Platz nach vorne.

Möglicherweise wird der 34-Jährige noch eine weitere Saison dranhängen. Diesen Wunsch äußerte jedenfalls Mercedes-Sportchef Norbert Haug am Wochenende.

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