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Bernd Schneider fährt in Barcelona im Mercedes auf die Pole © getty

Der fünfmalige Champion steht beim 9. DTM-Saisonlauf am Sonntag in Barcelona auf der Pole. Der Spitzenreiter ist in der Verfolgung.

Barcelona - Der fünfmalige Champion Bernd Schneider steht beim 9. Saisonlauf der Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) am Sonntag (14 Uhr) in Barcelona auf der Pole Position.

Der 44-Jährige aus St. Ingbert fuhr in seiner AMG-Mercedes C-Klasse in 1:07,248 Minuten die Bestzeit und war dabei 31 Tausendstelsekunden schneller als DTM-Spitzenreiter Timo Scheider (1:07,279) in einem Abt-Audi A4.

Auch die beiden britischen Mercedes-Titelkandidaten Paul di Resta (3. Startplatz/1:07,305 Minuten) und Jamie Green (5./1:07,384) gefährdeten Schneider nicht.

Die 22. Pole für Schneider

"Ich bin natürlich total happy. Bisher war das Qualifying von mir in dieser Saison nicht meine große Stärke. Aber nun hat endlich einmal alles zusammengepasst", sagte Schneider: "Ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann ich zum letzten Mal auf der Pole stand."

Zuletzt war das vor über drei Jahren am 27. August 2005 in Zandvoort der Fall.

Für Schneider war es in Barcelona die 22. DTM-Pole und in seinem 25. Dienstjahr als Rennfahrer. Für Mercedes-Sportchef Norbert Haug spielte dabei keine Rolle, welcher seiner Schützlinge vorne steht.

"Hauptsache, es ist ein Mercedes-Pilot. Ich freue mich für Bernd, er kann es halt immer noch."

Ekström von der Rolle

Nicht so gut lief es dagegen für den früheren Formel-1-Piloten Ralf Schumacher und Titelverteidiger Mattias Ekström.

Der Schwede hat von den vier Titelkandidaten als Sechster in seinem Abt-Audi A4 die schlechteste Ausgangsposition.

Vor dem 9. von 11 Saisonläufen liegt Ekström in der Tabelle hinter Scheider (54 Punkte), di Resta und Green (beide je 45) an vierter Stelle (44). Schneider rangiert abgeschlagen auf Position acht (21).

Schumacher kam nicht über Startplatz 17 hinaus und wurde wegen eines verbotenen Überholmanövers in der Boxengasse mit Gefährdung von Personal mit einer 1000-Euro-Strafe belegt.

Strafe für Kristensen

Noch härter traf es den achtmaligen Le Mans-Gewinner Tom Kristensen (Audi). Der 41 Jahre alte Däne erhielt für ein "Foul" in der Boxengasse an dem früheren DTM-Champion Gary Paffett (Großbritannien/Mercedes) eine Geldstrafe in Höhe von 2500 Euro.

Außerdem wurde "Major Tom", der Paffett offensichtlich in die Seite gefahren war und dabei noch einen Technischen Kommissar gefährdet hatte, vom 9. auf den 18. und letzten Startplatz zurückversetzt.

Paffett wurde am Abend von der gesamten Veranstaltung ausgeschlossen, weil sich einige Teammitglieder im so genannten Parc Ferme (ein abgegrenzter Bereich, in dem an den Fahrzeugen nicht gearbeitet werden darf) verbotenerweise Arbeiten an der AMG-Mercedes C-Klasse durchgeführt hatten.

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