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Paul di Resta lässt der Konkurrenz bei seinem 2. Saisonsieg keine Chance © imago

Der Audi-Pilot kann nach seinem 2. Platz beim 9. DTM-Lauf in Barcelona jetzt in LeMans den Titel holen. Ein Schotte siegt.

Barcelona - Paul di Resta hat die Mercedes-Hoffnungen in der Deutschen Tourenwagen-Masters mit einem Husarenritt am Leben gehalten.

Der Schotte feierte beim neunten Saisonrennen in Barcelona seinen zweiten Triumph in diesem Jahr und verkürzte den Rückstand auf DTM-Spitzenreiter Timo Scheider auf nur noch sieben Punkte.

Di Resta siegte vor 35.000 Zuschauern vor dem Audi-Rivalen Scheider und dem fünfmaligen Meister Bernd Schneider in einem weiteren DTM-Silberpfeil.

Für di Resta war es der zweite Sieg in diesem Jahr nach dem Triumph auf dem EuroSpeedway Lausitz.

"Ein perfektes Wochenende"

"Das war ein perfektes Wochenende für mein Team, ich freue mich riesig", meinte di Resta verschwitzt, aber überglücklich. Dann sagte er seinem Rivalen Scheider den Kampf an: "Ich gebe bestimmt nicht auf und greife weiter an."

Ein Lob gab es auch vom Konkurrenten. "Paul war heute einfach zu gut, er war schneller, da habe ich gesagt: Na gut Junge, dann fahr halt vorbei ", sagte Scheider.

Sorgen um seine Titelchancen macht sich der 29-Jährige dennoch nicht: "Am Ende gewinnt der mit den meisten Punkten, und da liege ich weiter vorn."

Scheider führt mit sieben Punkten

In der Gesamtwertung führt Scheider bei zwei noch ausstehenden Rennen mit sieben Punkten Vorsprung vor di Resta. Damit hat Scheider am 5. Oktober in Le Mans seinen ersten "Matchball" zum Titelgewinn.

Sollte der Audi-Pilot vier Zähler mehr holen als di Resta, hätte er seinen ersten Fahrer-Titel vor dem Saisonfinale am 26. Oktober in Hockenheim in der Tasche.

Aufregung hatte es vor dem Rennen gegeben. Der frühere Champion Gary Paffett durfte erst nach einer Berufung seines Mercedes-Teams starten. Der Brite war ausgeschlossen worden, weil Teammitglieder verbotenerweise Arbeiten an seinem Auto durchgeführt hatten.

Audi verzichtet auf Protest

Rivale Audi verzichtete dagegen auf einen Protest, nachdem der achtmalige Le-Mans-Gewinner Tom Kristensen um zehn Startplätze von Position 9 auf 19 zurückversetzt worden war.

Der 41 Jahre alte Däne erhielt die Strafe für ein "Foul" in der Boxengasse an Paffett. Der Audi-Pilot fühlte sich im Qualifying vom Briten blockiert, war ihm in die Seite gefahren und hatte dabei noch einen Sportkommissar in der Boxengasse gefährdet.

Ekström hart bestraft

Nach dem überharten Duell zwischen dem schwedischen Audi-Piloten Mattias Ekström und Jamie Green (Mercedes-Benz/GB) in der letzten Runde des neunten Saisonlaufes der DTM in Barcelona haben die Sportkommissare nachträglich weitere Strafen verhängt.

Direkt im Anschluss an das Rennen hatte Ekström eine 50-Sekunden-Zeitstrafe erhalten. Nach weiterer Untersuchung der Sachlage ist der aktuelle DTM-Champion nachträglich vom Rennen ausgeschlossen worden und wurde zudem mit einer Geldstrafe in Höhe von 5000 Euro belegt.

Jamie Green erhielt eine 30-Sekunden-Zeitstrafe und fällt von seinem ursprünglichen siebten Platz auf Position acht zurück.

Schumacher rückt vor

Für Ralf Schumacher, der einen Platz aufrückt, bedeutet das zwei statt einen Punkt in der Gesamtwertung. Auf die Reihenfolge im Gesamtklassement hat das Urteil keinen Einfluss.

Die Sportkommissare sahen es bei beiden Piloten als erwiesen an, dass sie die Kollision hätten vermeiden können.

Keine Berufung

Aus diesem Grund wurde nach Paragraf 45 und 18.2 a) des sportlichen Reglements der DTM geurteilt.

Da Ekström den Sportkommissaren schon vorher im Rennen negativ aufgefallen war, fiel die Strafe härter aus. Beide Teams akzeptierten die Strafe und verzichteten auf eine Berufung.

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