Sport1-Kolumnist Martin Tomczyk äußert sich nach dem Rennen von Barcelona über den kommenden DTM-Lauf in Le Mans.

Liebe Sport1.de-Leser,

so langsam wird es richtig ernst in Sachen Meisterschaft. Woran man das merkt? Zunächst einmal daran, dass es in Barcelona auf der Strecke schon etwas härter zuging als zuletzt.

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Dieses Mal waren es mein Teamkollege Mattias Ekström und sein Erzrivale Jamie Green, die in der letzten Runde noch aneinandergeraten und für ihre Rangelei bestraft worden sind. Aber so ist das in der DTM: Gekämpft wird bis zur letzten Runde im letzten Rennen ? genau das macht diese Meisterschaft aus und genau deshalb ist sie auch so beliebt.

Für mich persönlich ist der vierte Platz ein schöner Erfolg. Ich freue mich, wieder Punkte geholt zu haben. Es war ein spannendes Rennen mit engen Duellen mit Bernd Schneider, die viel Spaß gemacht haben. In der Tabelle bin ich jetzt punktgleich mit Bruno Spengler, der immerhin vor der Saison als heißer Titelfavorit gehandelt wurde. Also habe ich für die beiden noch verbleibenden Rennen ein klares Ziel: Ich möchte nach dem Finale vor Bruno sein.

Bevor es wieder auf einer Rennstrecke zur Sache geht, steht am kommenden Wochenende erst einmal ein ganz besonderer Termin im Kalender: Audi lädt am Samstag zum großen Familientag auf das Werksgelände in Ingolstadt ein.

Mitarbeiter und deren Angehörige erleben einen Tag lang eine Mega-Show mit DTM-Autos, Demonstrationsfahrten, Interviews, Autogrammstunden, Boxenstopps und allem drum und dran.

Für mich als Fahrer ist das eine tolle Gelegenheit, mich für die Unterstützung zu bedanken, die uns die Mitarbeiter von Audi ? irgendwie bin ich ja auch selbst einer ? während der ganzen Saison geben. Man braucht sich ja nur einmal das Meer an weiß-roten Fahnen anschauen, wenn die DTM beim Audi-Heimspiel auf dem Norisring startet.

Zum nächsten Rennen reise ich mit gemischten Gefühlen. Auf der einen Seite ist Le Mans eigentlich Audi-Land ? zumindest wenn man sich die Erfolge mit dem Audi-Dieselsportwagen R10 TDI bei dem berühmten 24-Stunden-Rennen anschaut. Aber auf der anderen Seite haben wir ausgerechnet in Le Mans vor zwei Jahren den DTM-Titelkampf gegen Bernd Schneider verloren.

Also freuen wir uns jetzt auf eine Revanche. Die besten Chancen hat mein Teamkollege Timo Scheider: Sieben Punkte Vorsprung auf Mercedes-Mann Paul di Resta bei nur noch 20 Zählern, die in dieser Saison vergeben werden ? mit dieser Ausgangsposition könnte er schon in Frankreich den Sack zumachen. Ich bin gespannt und hoffe, Sie drücken uns die Daumen.

Viele Grüße

Martin Tomczyk

Martin Tomczyk zählt trotz seiner 26 Jahre zu den Routiniers der DTM. Der Rosenheimer absolviert seine achte Saison in der populärsten internationalen Tourenwagen-Rennserie. 2007 gewann der Rosenheimer aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline zwei Rennen - mehr Erfolge konnte kein anderer Pilot für sich verbuchen. Nicht nur deshalb zählt Martin Tomczyk auch in diesem Jahr zum engsten Favoritenkreis.

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