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Er ist die Messlatte: Timo Scheider bei der DTM-Präsention in Wiesbaden © imago

Der Auftakt in Hockenheim steht vor der Tür: Timo Scheider könnte mit dem ersten Titel-Hattrick in der DTM Geschichte schreiben.

München - Timo Scheider greift nach den Sternen. Als erster Fahrer der DTM-Geschichte will der Audi-Star den Titel-Hattrick in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft schaffen.

Das will Rivale Mercedes mit Macht verhindern. Angeführt von den beiden früheren Formel-1-Piloten Ralf Schumacher und DTM-Neuling David Coulthard blasen die Stuttgarter zur Jagd.

Die Fans reiben sich bereits die Hände und fiebern dem Start der Saison 2010 am Sonntag (14 Uhr) auf dem Hockenheimring entgegen.

Scheider weiß, was auf ihn zukommt. Das Ziel sei auf jeden Fall der erneute Titelgewinn, sagt der 31-Jährige, doch er erwartet die vielleicht schwierigste Saison seiner DTM-Karriere.

Triple-Mission "wird hart"

"Keiner möchte den Namen Scheider nochmal auf Platz eins sehen, könnte ich mir vorstellen. Vielleicht Freunde, Fans und Bekannte, aber keine Konkurrenten", sagte der Audi-Pilot.

Seine Rivalen werden alles tun, um den erneuten Scheider-Coup zu verhindern. Aber er weiß, worauf er sich einstellen muss, meint der Titelverteidiger: "Es wird hart, aber am Ende wird Meister wieder der mit den meisten Punkten."

Keine Kampfansage

Mercedes-Sportchef Norbert Haug hält sich mit einer Kampfansage zurück und ist vor dem Saisonstart eher vorsichtig. Dabei verweist er gerne auf die eigenen Erfolge, obwohl Audi seit drei Jahren in der DTM den Ton angibt.

"Wir haben in den vergangenen drei Jahren keinen Fahrertitel, aber doch 18 von 31 DTM-Rennen gewonnen", sagt Haug, räumt dann aber doch ein: "Natürlich wäre es schön, am Jahresende nach Siegen und nach Punkten vorne zu sein."

Bescheidener Schotte

Bei der prominenten Besetzung der Cockpits stellt Mercedes den Konkurrenten aus Ingolstadt aber klar in den Schatten. Nach Ralf Schumacher sitzt 2010 in David Coulthard ein weiterer ehemaliger Formel-1-Pilot im DTM-Silberpfeil.

Der Schotte ist bescheiden und spricht von einem Lehrjahr. "Ich fange bei null an, in einer neuen Serie mit neuen Verbindungen zu Ingenieuren und Mechanikern", sagt der 39-Jährige.

Er müsse jetzt 20 Jahre Erfahrung bei Autorennen aus seinem Gedächtnis streichen, sagt Coulthard und nennt ein ganz einfaches Beispiel: "Als es bei den Tests anfing zu regnen, musste ich über Funk erst fragen, wo der Schalter für den Scheibenwischer ist."

Haug setzt auf neues Zugpferd

Haug hält große Stücke auf sein neues Zugpferd, das er bestens aus gemeinsamen Formel-1-Tagen bei McLaren-Mercedes kennt.

"David arbeitet seit 1996 mit uns und gewann 1997 beim Grand Prix von Australien auch unser erstes Formel-1-Rennen in der Neuzeit der Silberpfeile. David ist einer der profiliertesten und weltweit bekanntesten Rennfahrer, der nicht nur kompetent, sondern auch überaus sympathisch ist", sagt Haug.

Schumacher will aufs Podium

Coulthards Markenkollege Ralf Schumacher ist voller Tatendrang und verspricht den Fans spannende Rennen. "Ich gehe in mein drittes Jahr in der DTM. Da müssen jetzt gute Ergebnisse her. Das erwarte ich schon von mir. Ich will aufs Podium", sagt der 34-Jährige der "Bild"-Zeitung.

Was erwartet Schumiacher von David Coulthard? "Er wird sich leichter tun als ich am Anfang. Sein runder Stil passt besser zu den Autos als meiner."

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