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Mercedes-Pilot Gary Paffett war 2005 Gesamtsieger der DTM © imago

Gary Paffett gewinnt den Auftakt in Hockenheim und feiert mit den Silberpfeilen einen Vierfach-Triumph. Audi erlebt eine "Klatsche".

Hockenheim - Mercedes-Sternstunde nach Audi-Albtraum: Drei mysteriöse Reifenschäden und ein falscher Boxenstopp haben Audi aus der Bahn geworfen und Mercedes einen Traumstart in die neue DTM-Saison beschert.

Der Brite Gary Paffett, in diesem Jahr auch als Testfahrer für das Formel-1-Team McLaren unterwegs, nutzte beim vierfachen Triumph der Silberpfeile die Gunst der Stunde und ist nach seinem insgesamt 15. DTM-Sieg erster Spitzenreiter 2010.

Paffett, der auf der Pole Position gestanden hatte, verwies vor 78.000 Zuschauern den Kanadier Bruno Spengler auf den zweiten Platz.

Green machen Vierer-Sieg perfekt

Jamie Green und Paul di Resta (beide Großbritannien) machten nach 39 Runden auf den Positionen drei und vier die Mercedes-Party perfekt (DATENCENTER: Der Rennkalender)..

Bester Audi-Pilot war überraschend Außenseiter Mike Rockenfeller (Neuwied) auf Rang fünf.

Klatsche für Audi

Der zweimalige Meister Mattias Ekström wurde trotz peinlicher Boxenstopp-Panne Sechster. Der Schwede hatte seinen ersten Halt eine Runde zu früh eingelegt und musste zur Strafe einen dritten Stopp machen.

Dadurch musste der 31-jährige Ekström, der zu diesem Zeitpunkt Zweiter war, alle Hoffnungen begraben.

"Dies ist für uns eine riesige Klatsche", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich und schüttelte ratlos den Kopf: "Wir haben es nicht geschafft, dass unsere Reifen funktionieren. Das ist ein Problem, mit dem wir uns intensiv auseinandersetzen müssen."

Seitenhieb von Haug

Überglücklich war natürlich Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der nach drei Audi-Triumphen in Serie wieder den DTM-Titel nach Stuttgart holen möchte.

"Das war ein absoluter Traumstart in die neue Saison, besser geht s nicht", sagte Haug und konnte sich einen Seitenhieb auf die Konkurrenz nicht verkneifen: "Erste Aufgabe war, die Reifen am Leben zu halten. Das haben wir geschafft, und das war der Schlüssel zum Sieg."

Gutes Omen für Paffet

Gutes Omen: Letzter Mercedes-Sieger beim Saisonauftakt war 2006 Bernd Schneider, und der wurde am Ende auch Meister.

Dies ist auch Paffetts großes Ziel, der seinen Erfolg ausgiebig feierte: "Das ist unglaublich, phänomenal. Es war ein schwieriges Rennen. Wir wussten, dass wir uns sehr um unsere Reifen kümmern müssen."

Kampfansage von Scheider

Timo Scheider (Braubach), der in diesem Jahr als erster Fahrer den Titel-Hattrick schaffen will, kam nach einem wenig berauschenden Nachmittag nicht über Platz sieben hinaus.

"Immerhin noch ein paar Punkte, aber das war heute nichts", sagte der Audi-Pilot, schickte aber eine Kampfansage hinterher: "Beim nächsten Rennen werde ich zurückschlagen."

Coulthard zahlt Lehrgeld

Nichts zu lachen hatten die beiden ehemaligen Formel-1-Stars bei Mercedes. Ralf Schumacher, der in seinem dritten DTM-Jahr den Durchbruch schaffen will, wurde Neunter.

Neuling David Coulthard (Schottland) zahlte in seinem ersten DTM-Rennen noch Lehrgeld und landete nur auf dem 12. Rang. "Es hat Spaß gemacht, ich habe viel gelernt", sagte "DC".

Spektakulärer Reifenplatzer

Lange Gesichter gab es in der 11. Runde bei Audi. Denn Tomczyk hatte auf der Start-Ziel-Geraden einen spektakulären Reifenplatzer. Der 28-Jährige schleuderte in Führung liegend hilflos von der Strecke, konnte das Fahrzeug aber gerade noch abfangen.

Der Weg zurück zur Box war für Tomczyk allerdings lang, der Audi-Pilot fiel ans Ende des Feldes zurück - das Rennen war für ihn gelaufen.

Nach seinem zweiten Reifenschaden gab Tomczyk schließlich auf. "Man kann gar nicht beschreiben, wie ärgerlich so etwas ist. Es ist unerklärlich, keine Ahnung wie das passieren konnte", sagte Tomczyk.

Auch Premat vom Pech verfolgt

Kurz darauf der nächste Schock für Audi: Auch bei dem Franzosen Alexandre Premat, der zu diesem Zeitpunkt aussichtsreich auf Rang zwei gelegen hatte, gab es hinten links einen Reifenschaden.

Er rettete sich mit viel Glück ohne Kollision in die Box, er fiel allerdings auf Platz 14 zurück. Letztlich wurde er Zehnter.

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