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Timo Scheider landet im Training von Valencia auf dem zweiten Rang © getty

Beim Training im spanischen Valencia düpiert Audi die Konkurrenz. Der Titelverteidiger landet auf Platz zwei.

Valencia - Bei der DTM-Premiere im spanischen Valencia lagen im Training gleich sieben Audi-Fahrer vorne.

Die Bestzeit erzielte der Brite Oliver Jarvis (1:30,189 Minuten) in einem Abt-Audi A4 vor seinem Teamkollegen, Titelverteidiger Timo Scheider (1:30,424), sowie Mike Rockenfeller (1:30,597) im Phoenix-Audi A4.

Auf Rang acht fuhr der Brite Jamie Green (1:31,358), der damit vor Ralf Schumacher (1:31,479) bester Mercedes-Pilot war.

Der frühere Formel-1-Pilot David Coulthard (Großbritannien) belegte in einer weiteren AMG-Mercedes C-Klasse Platz 17.

Mercedes dominierte in Hockenheim

Beim ersten Rennen der Serie in Hockenheim hatten Mercedes-Fahrer die ersten vier Plätze belegt. Tabellenführer Gary Paffett kam in Valencia nicht über den 14. Rang hinaus. Der zweite Saisonlauf wird am Sonntag gestartet. (DATENCENTER: Ergebnis von Hockenheim)

Nach dem Reifen-Desaster zum Saisonauftakt haben sich bei Audi die Überstunden offenbar ausgezahlt. "Wir haben sehr großen Aufwand betrieben, um unsere Reifenprobleme zu analysieren und auch zu reproduzieren", sagte Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich vor dem zweiten Saisonrennen am Sonntag (14.00 Uhr) in Valencia.

Drei Reifenpannen bei Audi

In Hockenheim hatten drei Reifenpannen den Traum von einem Audi-Sieg platzen lassen. Titelverteidiger Scheider und Ex-Meister Mattias Ekström legten daraufhin bei Testfahrten im spanischen Almeria Sonderschichten ein.

Außerdem standen auf Reifenprüfständen an den Universitäten in Aachen und Hamburg Untersuchungen auf dem Programm.

"Wir wissen nun wesentlich mehr über die neue Reifengeneration, aber behoben ist die Problematik, die recht komplex ist, damit noch nicht", sagte Ullrich.

Das Problem liege laut Ullrich nicht allein bei Audi: "Aber wir werden alles dafür tun, dass sich die Reifenschäden in Valencia nicht wiederholen."

Jubiläum für Scheider

Besonders motiviert tritt Scheider die Reise nach Spanien an. Zum einen will er nach dem enttäuschenden siebten Rang zum Auftakt zumindest aufs Treppchen, zudem feiert er ein rundes Jubiläum.

Der Meister der vergangenen beiden Jahre fährt in Valencia bereits das 100. Rennen seiner DTM-Karriere. "Das ist natürlich eine besondere Zahl", sagt Scheider, der als einziger Pilot im Starterfeld schon beim Comeback der DTM im Jahr 2000 dabei war.

Nach dem verpatzten Saisonstart könne er es kaum erwarten, dass es nach drei Wochen Rennpause jetzt endlich weitergehe.

"Neue Herausforderung"

Scheider: "Neue Strecke, neue Herausforderung. Wir hatten in Valencia einen ordentlichen Test und hoffen, die Ergebnisse im Rennen umzusetzen."

Valencia ist erstmals Schauplatz der DTM. Gefahren wird aber nicht auf dem Formel-1-Stadtkurs entlang des Hafens.

Der DTM-Kurs liegt etwa 20 Kilometer außerhalb von Valencia auf einer 4,005 km langen permanenten Rennstrecke.

Absolutes Neuland ist diese Piste dennoch nicht. Ullrich: "In Valencia gab es bereits einen offiziellen Test, deshalb verfügen wir über einige Daten."

Nach dem vierfachen Mercedes-Triumph in Hockenheim muss Audi in Valencia in die Erfolgsspur zurückfinden, um nicht schon frühzeitig an Boden zu verlieren.

Punkte-Rückstand verringern

"Unser Ziel ist es, die Punkte, die wir beim Auftakt verloren haben, aufzuholen", sagte Ullrich angriffslustig.

Teamchef Hans-Jürgen Abt sieht erneut in den Reifen den Schlüssel zum Erfolg: "Es scheint mit der diesjährigen Reifengeneration besonders schwierig, Performance und Haltbarkeit zu kombinieren. Spannend wird es in Valencia ganz bestimmt."

Ein Fahrer ist besonders heiß aufs Rennen, Audis Spanien-Import Miguel Molina. "In Valencia zu fahren, ist etwas ganz Besonderes. Zum einen natürlich, weil es eine DTM-Premiere ist, zum zweiten, weil ich als Spanier ein Heimspiel erlebe", sagt Molina.

Fahrtrichtung gegen Uhrzeigersinn

Und wie schwierig ist dieser Kurs? Molina: "Am Ungewöhnlichsten ist sicher die Fahrtrichtung gegen den Uhrzeigersinn. Körperlich ist das für einen Rennfahrer durchaus ungewohnt. Für die Zuschauer ist diese Strecke perfekt, da man von allen Tribünen aus im Grunde jede Streckenstelle sieht."

Das Interesse an der DTM ist in diesem Jahr so groß wie nie, vor allem wohl auch dank der Mercedes-Stars David Coulthard und Ralf Schumacher.

Die populärste internationale Tourenwagenserie wird 2010 erstmals in mehr als 100 Ländern live ausgestrahlt.

So werden die Rennen in diesem Jahr auch in Spanien, der Schweiz und den USA live übertragen. Alle DTM-Rennen in Spanien werden in dieser Jahr vom TV-Sender Onda6 live übertragen.

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