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Timo Schneider will seine knappe Führung im DTM-Gesamtklassement ins Ziel bringen © getty

Riesenspannung vor dem Finale: Youngster Paul Di Resta und der Deutsche Timo Scheider kämpfen im letzten Lauf um die DTM-Krone.

Hockenheim - Hockenheim platzt aus allen Nähten: Das spannende Saisonfinale in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft sorgt für den größten Zuschauerandrang in der DTM-Geschichte.

Mehr als 65.000 Tickets sind bereits im Vorverkauf abgesetzt worden, und die Nachfrage ist ungebrochen. Deshalb haben die Organisatoren für das Spektakel am 26. Oktober eine Zusatztribüne mit weiteren 3000 Plätzen errichtet.

"Wir wollen, dass möglichst viele Zuschauer das DTM-Finale live an der Rennstrecke verfolgen können, und deswegen haben wir uns entschieden, eine weitere Tribüne zu bauen - das sind wir unseren treuen Fans schuldig", sagt DTM-Boss Hans Werner Aufrecht.

Mit leuchtenden Augen verweist Aufrecht darauf, dass die DTM in Hockenheim mehr Besucher haben wird als es die Formel 1 in diesem Jahr hatte.

"Das macht uns stolz und zeigt, dass das Konzept der DTM, Motorsport auf höchstem Niveau gepaart mit guter Unterhaltung zu fairen Eintrittspreisen, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ankommt", sagt Aufrecht.

Testfahrt im F-1-Silberpfeil

Der Fan-Ansturm ist verständlich, denn Hockenheim erlebt eine der spannendsten Titelentscheidungen der DTM-Geschichte. Nach zehn Läufen liegt Audi-Pilot Timo Scheider (Braubach) nur noch zwei Punkte vor seinem Mercedes-Rivalen Paul di Resta (Schottland).

Egal, ob er den DTM-Titel gewinnt - für di Resta ist ein Traum schon in Erfüllung gegangen. Der 22-Jährige durfte als Belohnung für seine hervorragenden Resultate am Mittwoch eine Testfahrt in einem Formel-1-Silberpfeil machen.

Paul di Resta absolvierte im Rahmen der Nachwuchsförderung von McLaren-Mercedes einen kompletten Testtag in Silverstone, nachdem er zuvor bereits an Testfahrten der GP2-Serie teilgenommen hatte.

Di Resta mischt die DTM auf

Di Resta war 2007 in die DTM gekommen und hatte mit einer zwei Jahre alten C-Klasse auf Anhieb für Furore gesorgt. In dieser Saison hatten ihn die Stuttgarter dann in eine aktuelle C-Klasse gesetzt.

Langfristiges Ziel des Schotten ist die Formel 1, in der in dieser Saison sein früherer Konkurrent Sebastian Vettel als jüngster Fahrer aller Zeiten ein Rennen (Monza) gewann. 2006 hatte di Resta vor Vettel den Titel in der Formel-3-Euroserie gewonnen.

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